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Alarmstufe Rot: Schweres Unwetter trifft weite Teile Griechenlands Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Sturm, Starkregen und Schnee setzen Griechenland heftig zu. Für zahlreiche Regionen wurde Alarmstufe Rot ausgerufen. Schulen bleiben geschlossen, der Schiffsverkehr ist vielerorts eingestellt. Die Behörden warnen vor Überschwemmungen, Orkanböen und erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Leben.

Ein schweres Unwetter nähert sich Griechenland. Alarmstufe Rot gilt dabei für Attika, die Peloponnes, Mittelgriechenland, Thessalien und Westmakedonien. Das Unwetter geht mit heftigen Regenfällen, stürmischen Winden und Schneefall einher. Vielerorts bleiben aus Sicherheitsgründen die Schulen geschlossen, das gilt auch für die griechische Hauptstadt Athen. Besonders stark zu spüren sein werden die extremen Wetterphänomene im Osten und Süden der Peloponnes, in Attika, auf Euböa, auf den Inseln der Sporaden und im Norden und Süden der Ägäis sowie auf den Dodekanes-Inseln.

Zahlreichen Gefahrenquellen
Aufgrund der starken Winde wurde der Schiffsverkehr bereits vielerorts ausgesetzt. In Patras etwa wurden Windböen mit einer Stärke von 130 Kilometern pro Stunde gemessen; das entspricht Orkanstärke. Neben Überschwemmungen besteht aufgrund der starken Winde auch die Gefahr, dass Gegenstände fortgeschleudert werden bzw. herabstürzen können. Weitere mögliche Gefahren bestehen dadurch, dass Bäche und Flüsse über die Ufer treten können, durch umstürzende Bäume und abbrechende Äste. Der Zivilschutz rät unter anderem dazu, Gegenstände zu sichern, die durch die heftigen Wettererscheinungen mitgerissen werden und Schäden oder Verletzungen verursachen könnten. Außerdem sollte man sicherstellen, dass Dachrinnen und Abflüsse an Wohngebäuden nicht verstopft sind und ordnungsgemäß funktionieren. Während Gewittern und Starkregen sowie auch mehrere Stunden nach deren Ende sollte man das Überqueren von Bächen und anderen Wasserläufen prinzipiell vermeiden – sowohl zu Fuß als auch mit Fahrzeugen. Zudem sollte man sich bei Hagel sofort in Sicherheit bringen, Schutz in einem Gebäude oder Fahrzeug suchen und den sicheren Ort erst verlassen, wenn das Unwetter vorüber ist. Es wird dezidiert darauf hingewiesen, dass Hagelschlag auch für Tiere sehr gefährlich sein kann. Man als Fußgänger vor allem hohe Bäume, aufgehängte Reklameschilder sowie generell Bereiche meiden, in denen sich leichte Gegenstände – z. B. Blumentöpfe, Glasscheiben usw. – lösen bzw. herabstürzen könnten, etwa unter Balkonen.

Schnee im Norden Griechenlands
Vor allem in Thessalien und Makedonien – dort auch in tiefer gelegenen Gebieten –werden zudem Schneefälle erwartet. So etwa gibt es Schneemeldungen aus Karditsa, Karpenisi, den Bergen um Thessaloniki und Trikala. In Dörfern im Taygetos-Gebirge auf der südlichen Peloponnes fiel dem staatlichen Nachrichtensender ERT zufolge für mehr als 24 Stunden die Stromversorgung aus. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)

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