Nach mehr als fünf Kilometern schaffte am heutigen Vormittag (12.2.) die „Metromaus“ Athiná von der Station Katechaki kommend den Durchbruch bei der Straßenkreuzung Vassileos Konstantinou/Michalakopoulou gegenüber dem Evangelismos-Krankenhaus.
Diesen sogenannten breakthrough konnte man live im Netz mitverfolgen. Die Tunnelbohrmaschine (TBM) Athiná arbeitet zusammen mit ihrer „Schwester“ Niki am Bau der Metrolinie 4 der griechischen Hauptstadt. Beide TBM haben eine Länge von jeweils 100 Metern und einen Durchmesser von neun Metern.
Die hochmodernen Geräte der Baufirma AVAX Athiná und Niki graben nicht nur den Tunnel, sondern platzieren alle eineinhalb Meter einen Betonring und hinterlassen mehr oder weniger eine fertige Tunnelröhre. Bei den bisherigen Arbeiten konnten bereits an die 3.400 derartiger Ringe angebracht werden; gleichzeitig wurden mehr als 400.000 Kubikmeter Schutt ausgehoben.
Die „Metromaus“ (so die wörtliche Übersetzung aus dem Griechischen) Niki arbeitet sich unterdessen vom Norden der Hauptstadt aus (Alssos Veikou) über insgesamt mehr als sieben Kilometer bis nach Goudi im Nordosten vor. Sie befindet sich heute etwa auf der Höhe des Kypseli-Platzes und hat somit fast die Hälfte der Röhre gebohrt. Der private TV-Sender Skai berichtete, dass derzeit 65 Prozent der Tunnelarbeiten abgeschlossen seien.
Die Linie 4 der Metro wird U-förmig die Station Alssos Veikou über die Haltestellen in Zentrumsnähe (Kypseli, Dikastiria, Exarchia, Kolonaki und Evangelismos) mit Kaissariani und Goudi verbinden. Insgesamt wird die neue Strecke eine Länge von 12,8 Kilometern haben und 15 Stationen umfassen. Medienberichten zufolge soll sie bis Ende 2029 fertiggestellt sein.
Giorgos Cary / Robert Stadler