In Westgriechenland ereignen sich seit Anfang März immer wieder leichte bis mittelstarke Erdbeben. 77 Gebäude wurden bisher als ungeeignet eingestuft. Am Freitag ereignete sich in der Region ein sogenannter „Erdbebenschwarm“.
Im westgriechischen Epirus hat sich am Freitag (20.3.) ein regelrechter Erdbebenschwarm ereignet. Innerhalb von 24 Stunden wurden 44 Erderschütterungen registriert. Die meisten waren unter der Stärke drei auf der Richterskala. Das Phänomen erreichte seinen Höhepunkt am Freitag zwischen 11 und 12 Uhr. Die beiden größten Erdbeben wurden mit einer Stärke von 4,6 auf der Richterskala angegeben. Konkret ereigneten sich diese um 11.05 Uhr bzw. um 11.40 Uhr. Es folgte um 11.50 Uhr ein weiteres Erdbeben der Stärke 4 auf der Richterskala.
Das Epizentrum der meisten Erderschütterungen lag etwa 20 bis 25 Kilometer west-südwestlich von Ioannina. In den ersten Morgenstunden des Samstags hat sich das Phänomen – abgeschwächt – fortgesetzt.
Unterdessen vertrat der namhafte griechische Seismologe Kostas Papazachos in einem Interview gegenüber dem Nachrichtenportal newsit.gr die Ansicht, dass ein stärkeres Erdbeben nicht ausgeschlossen sei. Man müsse dieses Phänomen weiter im Auge behalten.
Bereits in der Nacht vom 7. auf den 8. März hatte sich in der Gegend ein Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala ereignet. Das Epizentrum lag zwölf Kilometer ost-südöstlich von Leptokarya, ebenfalls in der Nähe von Ioannina. Kurz darauf folgte damals um 5.36 Uhr ein weiteres Beben der Stärke 4,7.
Aus der Region wurden vielerorts Sachschäden gemeldet. Nach Inspektionen mussten 77 Gebäude als ungeeignet und unbewohnbar eingestuft werden, und 122 sind reparaturbedürftig. Insgesamt haben Experten 350 Gebäude in den Gemeinden Dodoni, Zitsa, Ioannina, Souli und Filiates inspiziert. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)