Ein 70-jähriger Grieche ist nach der Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius vorsorglich nach Athen gebracht worden. Nach Angaben der Behörden zeige er keine Symptome einer etwaigen Hantavirus-Infektion; er bleibt aber zur Sicherheit für 45 Tage unter Quarantäne im Krankenhaus Attikon.
Ein 70-jähriger griechischer Staatsbürger, der auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius unterwegs war, wurde nach Griechenland repatriiert. Er bleibt vorsichtshalber für 45 Tage im Athener Krankenhaus Attikon in Quarantäne.
Gesundheitsminister Adonis Georgiadis betonte, dass der Mann keinerlei Anzeichen einer Infizierung mit dem Hantavirus aufweise und nur aus vorbeugenden Gründen im Krankenhaus verbleiben werde.
Der Mann war am Sonntag (10.5.) mit einem Flugzeug von Teneriffa aus nach Eindhoven in den Niederlanden gebracht worden. Mit an Bord befanden sich 25 weitere Personen, darunter Staatsbürger aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien. Keiner der Passagiere soll Symptome einer Viruserkrankung aufgewiesen haben. Der Grieche wurde im Anschluss mit einer Maschine des griechischen Militärs zum Militärflughafen Elefsina geflogen. Anschließend wurde er ins Attikon-Krankenhaus gebracht.
Georgiadis betonte, dass Griechenland die Verantwortung habe, den 70-jährigen Staatsbürger zurückzuholen. Insgesamt wurden am Sonntag 94 Menschen aus 19 verschiedenen Ländern vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius evakuiert. Drei Personen – ein älteres niederländisches Ehepaar und eine Frau aus Deutschland – sind bereits an einer Hantavirus-Infektion verstorben. Hervorgerufen wird sie durch sogenannte Orthohantaviren, die häufig durch den Kontakt mit infizierten Nagetieren übertragen wird.
Auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius war es zu einem schweren Ausbruch des Hantavirus gekommen; es handelt sich um eine besonders gefährliche südamerikanische Variante, das sogenannte „Andes-Virus“. (Griechenland Zeitung / eh)