Zu einem Schlagabtausch zwischen der größten Oppositionspartei SYRIZA und der griechischen Polizei führte am Wochenende die angebliche Entführung eines politischen Flüchtlings aus der Türkei im Athener Stadtzentrum. Der Mann soll von oder mit Unterstützung der griechischen Polizei gekidnappt worden sein und tauchte bei der Antiterroreinheit der Polizei in Istanbul wieder auf, berichteten griechische Hilfsorganisationen am Samstag. Laut Augenzeugenberichten verließ der 25-jährige Bulut Yayla am Donnerstagabend ein kleines kurdisch-türkisches Restaurant am Kannigos-Platz im Viertel Exarchia, als er in der nahen Odos Solonos von fünf in einem Wagen wartenden Männern gepackt, geschlagen und ins Auto gezerrt wurde. Obwohl man versucht habe, ihm den Mund zuzuhalten, hätten seine ersten Hilferufe Passanten und Restaurantbesucher alarmiert. Diese verständigten die Polizei, während ein Augenzeuge am nächsten Tag das Kennzeichen des Wagens in der Internetplattform „Indymedia“ veröffentlichte.
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Zwei Beamte der Küstenwache wurden in dieser Woche von einem Marinegericht in Piräus für schuldig befunden, zwei Immigranten im Sommer 2007 gefoltert und misshandelt zu haben. Zu den Vorwürfen gehörten Elektroschocks und Waterboarding, wobei ein Ertränken des Opfers suggeriert wird. Die gegen sie ausgesprochene Haftstrafe beläuft sich auf drei bzw. sechs Jahre. Auch die politischen Rechte wurden ihnen entzogen.
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Griechenland / Athen. Eine Kampagne des Höchstkommissariats für Flüchtlingsfragen der UNO unter dem Titel „es gibt um uns herum Gespenster" begann gestern in Athen. Diese Kampagne betrifft die grundlegenden Fragen der Flüchtlinge in Griechenland.
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Griechenland / Athen. Sechs Iraner, die sich seit Wochen im Hungerstreik befanden, erhielten am heutigen Montag den Status politischer Flüchtlinge und damit politisches Asyl. Ein Komitee des Ministeriums zum Schutz des Bürgers hatte bereits am Sonntag darüber beraten. Zwei der Hungerstreikenden hatten seit 38 Tagen nichts gegessen und ihr gesundheitlicher Zustand ist äußerst gefährdet, sie werden in einem Krankenhaus behandelt. Einer von ihnen, Hamid Sakenti, hatte sich sogar den Mund zugenäht.
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