Donnerstag, 30. August 2018 14:28

Die wahre Frucht vom Baum der Erkenntnis

So wie vielerorts bei einer Hochzeit das frisch vermählte Paar mit Reiskörnern beworfen wird, so gibt es in manchen Gegenden Griechenlands noch Granatäpfel zum Fest. Der Liebesgöttin Aphrodite geweiht und wegen seiner an eine Frauenbrust erinnernden Form und der vielen Körner ein traditionelles Fruchtbarkeitssymbol, ist dieser also genau das Richtige. Er wird mit voller Kraft auf den Boden geworfen, damit er aufplatzt. Und je mehr sich von den kleinen Samen, in leuchtend roter Gelee-Masse eingebettet, verstreuen, desto glücklicher und fruchtbarer soll die frisch geschlossene Lebensgemeinschaft werden.

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Der Granatapfel gilt als Glücksbringer – gerade jetzt zum Neujahrsfest. In der Neujahrsnacht ist es, etwa auf dem Peloponnes, aber keineswegs nur dort, Brauch, einen Granatapfel mit Wucht in eine Ecke des Hauses zu schleudern, damit er zerplatzt und seine Kerne Saft spritzend weithin rollen lässt. 
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