Am Dienstag hat die Homosexuellen-Gemeinde Griechenlands einen Marsch vom Syntagma-Platz vor dem Athener Parlament aus bis vor die US-Botschaft durchgeführt. Dort wurde an die Opfer des Angriffs auf den Gay-Club „Pulse“ im US-amerikanischen Orlando eine Schweigeminute abgehalten. Bei dem Anschlag waren am Wochenende 50 Personen ermordet und 53 verletzt worden.
Viele der Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen hielten bei der Kundgebung in Athen Regenbogen-Flaggen und Kerzen in ihren Händen. Gleichzeitig wollten sie damit gegen die Homophobie protestieren und daran erinnern, dass der Anschlag in Orlando auch ein „Anschlag gegen die Menschenrechte“ sei.

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Unter dem Motto „Athen ist unser" paradieren am Samstag die Homosexuellen der Hauptstadt durch das Stadtzentrum. Das 9. Athens Gay Pride Festival 2013 tritt mit einem langen Katalog von Forderungen an die Öffentlichkeit, denn selbst wenn sich die Lage homosexueller und transsexueller Männer und Frauen im letzten Jahrzehnt spürbar gebessert habe, seien homophobe Klischees und Verhaltensweisen in der Gesellschaft noch weit verbreitet. Unter anderem fordert die schwullesbische Comunity die Verfolgung von Angriffen auf Homo- und Transsexuelle durch das neu gebildete Polizeidezernat für rassistische Straftaten, Sexualkundeunterricht in den Schulen mit gleichwertiger Behandlung der geschlechtlichen Selbstbestimmung sowie die Zivilehe, Leihmutterschaften, Adoptionen etc. für gleichgeschlechtliche Paare.
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