Ministerpräsident Tsipras im Interview: „Wachstum ist unser Ziel“

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Ministerpräsident Tsipras im Interview: „Wachstum ist unser Ziel“

Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Freitag im Rahmen des EU-Gipfeltreffens in Brüssel dem Fernsehsender „France 24“ ein Interview gegeben. Auf den Vorwurf, dass er ausgerechnet als linker Politiker harte Sparmaßnahmen durchgesetzt habe, um ein drittes Rettungsprogramm mit den Geldgebern vereinbaren zu können, antwortete der Regierungschef, dass die „Lösung des Problems eine Wachstumsagenda“ sei. Dem deutschen Bundesminister der Finanzen Wolfgang Schäuble warf er vor – ohne ihn namentlich zu nennen – einen „extremen Plan“ gehabt zu haben, um „Griechenland aus der Eurozone zu führen“. Aus diesem Grund sei die Regierung in Athen einen Kompromiss eingegangen.


Was den Vorwurf der schlechten Umfragewerte für die Regierung Tsipras betrifft, antwortete er optimistisch: Er sei es gewohnt, „in Umfragen zu verlieren und dafür Wahlen zu gewinnen“. Die nächste wirklich wichtige Erhebung werde erst im Jahr 2019 stattfinden, wenn die Legislaturperiode für seine Regierung endet. Sein Ziel sei es bis dahin „Stabilität und Wachstum geschaffen zu haben“.
Des Weiteren erinnerte Tsipras daran, dass Griechenland außer der Schuldenkrise auch mit der Flüchtlingsproblematik konfrontiert ist. Er stellte fest: „Wir sind die letzte Burg der Stabilität und Sicherheit in einer instabilen Region.“ Was die Flüchtlingskrise und die Verteilung der Asylberechtigten in der EU betrifft, so vertrat der Premier aus Athen die Meinung, dass es Sanktionen für Länder geben müsse, die sich weigern Flüchtlinge aufzunehmen. (Griechenland Zeitung / eh)

Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Ministerpräsident Tsipras (m.) während des Gipfeltreffens in Brüssel im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen.

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