Linke Zeitung enthüllt Vorgänge bei Griechenlands Neofaschisten Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 1. Februar und zeigt Abgeordnete der faschistischen Chryssi Avgi im Parlament. Rechts im Bild Parteichef Michaloliakos. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 1. Februar und zeigt Abgeordnete der faschistischen Chryssi Avgi im Parlament. Rechts im Bild Parteichef Michaloliakos.

„Juden Raus“ und „Sieg Heil“: Das sind u. a. Slogans, die auf einer Veranstaltung der faschistischen Partei Chryssi Avgi (CA) Ende Januar 2005 in Athen zu hören waren. Außer der griechischen Nationalhymne in Begleitung des Hitlergrußes wurde auch das „Lied der Deutschen“ (Deutschlandlied) in seiner ursprünglichen Textfassung gesungen.

Vorgetragen wurde es vom rechtsextremen Liedermacher-Duo Annett & Müller aus Deutschland. Im Hintergrund flattert eine Flagge mit Hakenkreuz.
Das entsprechende Video hat am Montag die politisch links stehende Zeitung „Efimerida ton Syntakton“ im Internet veröffentlicht. Zu sehen sind außer dem CA-Generalsekretär Nikos Michaloliakos auch hochrangige Partei-Mitglieder wie Ilias Kassidiaris, Jorgos Gemenis und Artemis Matthäopoulos.
Das Blatt schätzt in seiner Montagsausgabe ein, dass spätestens durch die Veröffentlichung dieses Videos die Behauptung, bei der CA handle es sich lediglich um eine Partei griechischer Nationalisten, Lügen gestraft werde.
Die Parteispitze muss sich bereits seit längerer Zeit vor Gericht verantworten. Vorgeworfen wird Michaloliakos und anderen CA-Funktionären, eine kriminelle Organisation gegründet bzw. geleitet zu haben. Die Mitglieder der im Parlament vertretenen Partei streiten jegliche Beteiligung an faschistischen Tätigkeiten ab. So hat zum Beispiel ein Mann namens Jorgos Roupakias den Mord an einem Rapp-Musiker aus der linken Szene im September 2013 gestanden. Der Täter bezeichnet sich jedoch lediglich als Anhänger der CA und nicht als direktes Mitglied.  
Roupakias sowie andere festgenommene Mitglieder und Funktionäre der CA sitzen seit längerem unter Auflagen in Hausarrest, da die gesetzlich festgelegte Frist für eine Untersuchungshaft abgelaufen ist. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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