Lösung für Staatsschulden: Premier Tsipras konsultiert Bundeskanzlerin Merkel

Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Premier Tsipras in einem Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am 16. Dezember 2016 in Berlin. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Premier Tsipras in einem Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am 16. Dezember 2016 in Berlin.

Ministerpräsident Alexis Tsipras führte am Dienstag ein Telefongespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Laut Informationen aus dem Büro des Ministerpräsidenten habe man sich darauf geeinigt, dass beim Treffen der Eurogruppe am kommenden Montag (22.5.) eine Lösung für die Überschuldung Griechenlands gefunden werden müsse.

Der griechische Schuldenberg beträgt gegenwärtig 315,5 Mrd. Euro. Das sind etwas mehr als 178 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Als realistische Lösungen wären etwa stabile Zinsen und / oder eine weitere Streckung der Zahlungsfristen denkbar.
Besprochen haben die beiden Regierungschefs weiterhin die Flüchtlingskrise und die Beziehungen der EU zur Türkei. Nicht zuletzt registrierte Griechenland in diesen Tagen massive Verletzungen seines Hoheitsgebietes durch türkische Streitkräfte.
Zudem hat sich der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker am Dienstag dafür ausgesprochen, dass Griechenland „aus dem übermäßigen Defizit herausfindet“. Juncker ergänzte, dass es dabei „große Fortschritte“ gebe. Der griechische EU-Parlamentarier Dimitris Papadimoulis, der eine entsprechende Anfrage an Juncker gestellt hatte, zitierte den Kommissionspräsidenten mit den Worten, dass man das soziale Profil in Griechenland stärken müsse. Außerdem müsse man mit Griechenland und Italien solidarisch in der Flüchtlingskrise sein. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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