Tsipras in Kozani: Zukunft durch erneuerbare Energiequellen Tagesthema

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Fotos © Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti. Fotos © Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti.

Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Dienstag in der nordgriechischen Stadt Kozani eine Rede mit den Schwerpunkten „wirtschaftliche Entwicklung“ und „Schaffung von Arbeitsplätzen“ gehalten. Der Besuch in Kozani war der Auftakt für Reisen in alle 13 Regionen des Landes; Kozani liegt in der Region Westmakedonien.  


Vor dem Konferenzzentrum, in dem die Veranstaltung stattfand, haben Angestellte der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft DEI und Rentner eine Protestkundgebung durchgeführt. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei.
Kozani ist aufgrund hoher Lignit-Vorkommen, die hier abgebaut werden, einer der wichtigsten Stromerzeuger des Landes: 45 % der Elektroenergie stammt aus dieser Gegend. Das griechische Regierungsoberhaupt konstatierte u. a., dass dieser Rohstoff nicht ewig verfügbar sei. Aus diesem Grund müsse sich das Land auch alternative Elektrizitätsquellen erschließen. Es gebe bereits erste Schritte, um Energie zu speichern, die aus alternativen Quellen erzeugt wird.
Vor allem in der Region West Makedonien, so der Regierungschef, sei die Arbeitslosigkeit trotzt der starken Präsenz der staatlichen Stromgesellschaft DEI besonders hoch: Teilweise lag sie bei über 30 %. Diesen Zustand will seine Regierung mit einer Hinwendung zu landwirtschaftlicher Produktion verbessern. Unterstützung erhofft man sich vor allem von jungen Landwirten und Viehzüchtern.
Tsipras erinnerte auch daran, dass in den vergangenen zwei Jahren seiner Regierungszeit 260.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden seien.
Besonders optimistisch zeigte er sich angesichts einer Feststellung des EU-Währungskommissars Pierre Moscovici am Mittwoch, dass Griechenland aus dem Defizitverfahren entlassen wird. Der Franzose stellte fest, dass Athen im Jahr 2009 – kurz bevor die Finanz- und Wirtschaftskrise offiziell ausgebrochen ist – ein Defizit in Höhe von 15 % des Bruttoinlandprodukts aufwies. 2016 habe Griechenland erstmals einen leichten Haushaltsüberschuss von 0,7 % gehabt. Am 25. Juli reist der Kommissar nach Athen, um mit der Regierung die Details über den Ausstieg aus dem Defizitverfahren zu besprechen.

Elisa Hübel

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Foto © Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti.

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Foto © Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti.

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