„Sozialistische Strömung“ spaltet sich von SYRIZA ab

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Kostas Chrysogonos, Vorsitzender der „Sozialistischen Strömung“. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Kostas Chrysogonos, Vorsitzender der „Sozialistischen Strömung“.

Der politische Träger „Sozialistische Strömung“ hat Ende der vorigen Woche angekündigt, sich von der Regierungspartei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) abzuspalten. Gegründet werden soll demnächst eine neue politische Bewegung. Der Vorsitzende des Trägers Kostas Chrysogonos will seine Funktion als Europaparlamentarier beibehalten. Von den 2.032 Mitgliedern der „Sozialistische Tendenz“ haben 82,6 % (1.678 Personen) für die Abspaltung votiert, 31 sind dagegen gewesen (1,5 %) und 323 haben sich der Stimme enthalten.

Der Vorwurf lautet, dass SYRIZA zu einer „Kopie der Machtparteien“ geworden sei. Außerdem herrsche allgemeine Enttäuschung über die Funktion der Partei sowie über die Arbeit der Regierung. Es fehle an einer Strategie. Weiterhin bedauert die „Sozialistische Strömung“, dass die Wahlversprechen von SYRIZA nicht in die Tat umgesetzt werden.
Es bleibt abzuwarten, ob sich der neue politische Träger dem kurz vor der Gründung stehenden Mitte-Links-Pol anschließend wird. Dessen politische Führung soll Anfang November gewählt werden. Er wird sich aus Parteien und Bewegungen aus dem politischen Bereich der politischen Mitte und der Liberalen zusammensetzen. Angesprochen werden sollen Wähler, die politisch zwischen SYRIZA und der konservativen Nea Dimokratia stehen. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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