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Tsipras in den USA: Suche nach Investoren in Chicago Tagesthema

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Fotos © Andrea Bonetti / Büro des Ministerpräsidenten Fotos © Andrea Bonetti / Büro des Ministerpräsidenten

„Greece is back“ – zu Deutsch: „Griechenland ist wieder da“. Das hat Ministerpräsident Alexis Tsipras am Sonntag während eines offiziellen USA-Besuches in Chicago gegenüber Vertretern der dort ansässigen griechischen Gemeinde betont. Außerdem stellte er fest, dass er das erste griechische Regierungsoberhaupt sei, das Chicago einen offiziellen Besuch abstatte. Persönlich sei er zum zweiten Mal in der Stadt am Michigansee, die von einer aktiven griechischen Gemeinde bewohnt wird. Besonders angetan sei er von der Architektur der Stadt.

Appell an die griechische Minderheit

Während seines Besuches in der „Windy City“ wollte er vor allem auch mehr Investoren für Griechenland gewinnen, u. a. aus den Bereichen der Energie, der Immobilien und des Hightech-Sektors. Die griechische Minderheit solle dazu beitragen. Die Veranstaltung wurde vom griechischen Konsulat organisiert. Austragungsort ist das National Hellenic Museum gewesen. Der griechische Premier appellierte an sein Publikum mit den Worten: „Gerade jetzt, wo Griechenland aus der Krise kommt, brauchen wir eure Hilfe!“ Er setzte fort: „Heute stehen wir wieder stark da. Unsere Wirtschaft ist im Aufschwung, sie wächst.“ Dabei stellte der Regierungschef außerdem fest: „Unsere Grenzen sind sicher.“ Beobachter verstanden das auch als eine Anspielung auf eine Kooperation zwischen Athen und Washington im Verteidigungsbereich. Tsipras fügte hinzu: „Griechenland ist ein vertrauter Verbündeter der USA in einer der wichtigsten und gleichzeitig instabilsten Region auf der Welt.“

„Größte Flüchtlingskrise seit dem II. Weltkrieg“

Auch die Flüchtlingskrise blieb nicht unerwähnt. Wie das hellenische Regierungsoberhaupt feststellte, sei diese zusätzlich zur Finanz- und Wirtschaftskrise, die schwere gesellschaftliche Folgen nach sich gezogen hat, „hinzugekommen“. Tsipras beschrieb die Situation mit den Worten: „Die größte Flüchtlingskrise, die Europa seit dem zweiten Weltkrieg“ meistern musste. Am Montag reist er weiter nach Washington. Hier wird er sich mit der Vorstandsvorsitzenden des IWF Christine Lagarde treffen. Am Dienstag stehen dann Unterredungen mit dem US-Präsidenten Donald Trump auf dem Programm. (Griechenland Zeitung / eh)

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