Verhandlungen zur Namensfrage der FYROM in Wien und Sofia Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Außenminister Nikos Kotzias vor seinem Ministerium in Athen. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Außenminister Nikos Kotzias vor seinem Ministerium in Athen.

Die Verhandlungen zur Lösung der Namensfrage der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM) werden intensiviert. In Wien hat sich am Montag der griechische Außenminister Nikos Kotzias mit seinem Amtskollegen aus Skopje Nikola Dimitrov getroffen. Am Dienstag folgten trilaterale Unterredungen mit dem UN-Sonderbeauftragten zur Namensfrage Matthew Nimetz. Es ist anzunehmen, dass sich Kotzias und Dimitrov erneut am Donnerstag und Freitag dieser Woche in Sofia treffen werden. Dann findet in der bulgarischen Hauptstadt ein informeller Rat der EU-Außenminister statt.


Kritiker aus dem eigenen Land hatten der griechischen Regierung vorgeworfen, bei den Verhandlungen nicht optimal zu agieren. Vor allem geht es um die Benutzung des Begriffs „Mazedonien“ bei der von Athen und Skopje angestrebten Kompromisslösung.
Ministerpräsident Alexis Tsipras erwiderte darauf: „Wohl oder übel: Griechenland hat den Namen «Mazedonien» seit vielen Jahren akzeptiert.“ Im Rahmen der Verhandlungen müsse Athen die Nachbarn davon überzeugen, dass dieser Begriff ohne eine geografische Bestimmung nicht angewendet werden dürfe.
Tsipras stellte außerdem fest: „Die Verhandlungen sind zwar nicht einfach, aber es ist der einzige Weg.“ Es könne keine andere Lösung als eine zusammengesetzte Benennung geben, die „gegenüber allen und für jeden Gebrauch“ benutzt werden müsse. Voraussetzung dafür sei, dass Skopje seine Verfassung ändert. Es könne nicht sein, dass ein anderer Name für das Ausland gelte und eine anderer in der Verfassung des Landes festgeschrieben sei. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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