„Verlängerter Arm der PASOK“: Koalitionsregierung nicht ausgeschlossen

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand während der ersten Sitzung des Zentralkomitees der „Bewegung der Veränderung“. Am Rednerpult die Parteivorsitzende Fofi Gennimata. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand während der ersten Sitzung des Zentralkomitees der „Bewegung der Veränderung“. Am Rednerpult die Parteivorsitzende Fofi Gennimata.

Am Sonntag hat das Zentralkomitee der kürzlich ins Leben gerufenen Partei „Bewegung der Veränderung“ (KINAL = Kinima Allagis) getagt. Manolis Christodoulakis wurde zum Sekretär des Zentralkomitees gewählt. Parteichefin Fofi Gennimata hat nicht ausgeschlossen, dass sich die KINAL nach den kommenden Parlamentswahlen an einer Regierung beteiligen könnte. Außerdem sprach sie sich für eine „Nationale Verständigung“ und eine Verfassungsänderung aus.  


Die KINAL besteht aus der sozialistischen PASOK, der liberalen „To Potami“, der Demokratischen Allianz (DIMAR) und der Bewegung der Demokraten/Sozialisten (KIDISO) des früheren Ministerpräsidenten Jorgos Papandreou (früher PASOK-Vorsitzender). Tonangebende Kraft ist die PASOK. Der frühere PASOK-Minister Evangelos Venizelos kritisierte u. a. die Einschätzung von Gennimata, dass man zu anderen Parteien gleiche Abstände halten müsse. In einem Interview für die Sonntagszeitung „To Vima“ stellte er fest: „Die Zeit der Kompromisse ist vorbei!“ Eine strategische Wahlniederlage der jetzigen Regierungspartei SYRIZA ist für ihn die Voraussetzung für die Erholung des Landes und für den Wiederaufbau demokratischer Institutionen.
Kritiker aus den eigenen Reihen hatten unterdessen die Einschätzung zum Ausdruck gebracht, dass die KINAL nichts anderes als eine „PASOK plus“ sei. Bei der Zusammensetzung des Zentralkomitees handle es sich um eine „Versammlung der PASOK“. (Griechenland Zeitung / eh)



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