Tsipras erörterte in Sofia Details für Lösung der Namensfrage Tagesthema

Unser Foto (© Eurokinissi / Andrea Bonetti) entstand bei der Begegnung zwischen Ministerpräsident Alexis Tsipras (l.) und seinem Amtskollegen Zoran Zaev in Sofia. Unser Foto (© Eurokinissi / Andrea Bonetti) entstand bei der Begegnung zwischen Ministerpräsident Alexis Tsipras (l.) und seinem Amtskollegen Zoran Zaev in Sofia.

Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich am Donnerstag im Rahmen eines EU-Westbalkangipfels in Sofia u. a. mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie mit seinem Amtskollegen aus der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM) Zoran Zaev getroffen.


Hauptgesprächsthema sind die Verhandlungen zur Namensfrage der FYROM gewesen. Skopje hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Juni eine Lösung gefunden zu haben, um vollwertiges Mitglied der NATO zu werden. Nach dem Treffen mit Tsipras, das etwa 90 Minuten gedauert hat, sprach Zaev von einer „Stärkung der Freundschaft“ zwischen beiden Ländern. Athen besteht darauf, dass der neue Name des Nachbarlandes, auf den man sich letztlich einigen wird, „erga omnes“ also gegenüber allen und zu jedem Zeitpunkt angewendet werden muss. Das betrifft sowohl das innen- als auch das außerpolitische Prozedere.
Zudem besteht Athen darauf, dass die FYROM nach der Einigung auf einen Kompromiss auch ihre Verfassung ändern müsse, um den neuen Namen darin festzuschreiben.
Nach dem Treffen mit Zaev sprach Tsipras von „wesentlichen Verhandlungen“, die er mit seinem Amtskollegen geführt habe. Er beschrieb die Lage mit den Worten: „Wir untersuchen Schritt für Schritt alle Details, aber wir sind noch nicht in der Lage, von einer Vereinbarung zu sprechen.“  
Was das Gipfeltreffen zwischen der EU und den Ländern des Westbalkans betrifft, so stellte das griechische Regierungsoberhaupt fest, dass man sich u. a. darauf geeinigt habe, die Kooperation in den Bereichen Forschung, Innovation und digitale Politik voranzutreiben. (Griechenland Zeitung / eh)


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