Streik der Eisenbahner führt zu Verzögerungen im Bahnverkehr Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Athener Bahnhof „Larissis“. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Athener Bahnhof „Larissis“.

Am Donnerstag und Freitag kommt es zu Verzögerungen im Zugverkehr; auch die Athener Vorortbahn Proastiakos ist davon betroffen. Letztere bedient u. a. den internationalen Flughafen „Eleftherios Venizelos“. Auch die Vorortbahnen in Patras und Thessaloniki verkehren aufgrund des Streiks der Bahnarbeiter nur eingeschränkt.


Hintergrund sind drei dreistündige Arbeitsniederlegungen der Angestellten bei der griechischen Bahn Trainose am Donnerstag. Die Eisenbahner bleiben zwischen 13 und 16 Uhr sowie zwischen 21 und 24 Uhr der Arbeit fern. Bereits heute Morgen haben sie zwischen 5 und 8 Uhr ihre Arbeit ruhen lassen. Am Freitag, dem 8. Juni, legen die OSE-Angestellten ganztägig die Arbeit nieder. An diesem Tag planen sie um 9.30 Uhr eine Demonstration vor dem Gebäude der griechischen Privatisierungsbehörde TAIPED in Athen.
Vom Streik betroffen sind u. a. die Strecke zwischen Athen, Thessaloniki und Alexandroupolis sowie der Schienenersatzverkehr zwischen Kiato und Patras auf der Peloponnes. Betroffen ist auch die Strecke zwischen Athen, Inoi und Chalkida auf Euböa. Auch die Routen zwischen Athen und Kalambaka, das bei den Meteora-Klöstern in Mittelgriechenland liegt; die Verbindung zwischen den mittelgriechischen Städten Larissa und Volos sowie zwischen Lianokladi, Lamia und Stylida. Behinderungen gibt auch bei den Fahrplänen zwischen Athen und Lianokladi sind vom Ausstand betroffen.
Teilweise bestreikt wird auch die Schmalspurbahn zwischen Diakopto und Kalavryta auf der Peloponnes; hier rollen Züge nur eingeschränkt.
Die internationale Linie zwischen Thessaloniki, Promachonas und Kulata (Bulgarien) sowie zwischen Thessaloniki, Idomeni und Gevgelija (Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien; Uno-Kurzbezeichnung: FYROM) wird durch Busse im Schienenersatzverkehr aufrechterhalten.  
Der Protest der Eisenbahner richtet sich u. a. gegen Privatisierungspläne der griechischen Regierung. Hintergrund ist aber auch, dass die Gesellschaft für die Wartung des rollenden Materials (EESSTY) teilweise ihre Aufgaben nicht mehr erfüllt. Als Grund wird dort genannt, dass die Trainose dem Unternehmen zehn Millionen Euro schulde. Die griechische Bahn, die bereits an die italienische „Ferrovie Dello Stato Italiane“ verkauft worden ist, hat erklärt, dass alle ihre Verpflichtungen bis Ende Mai bereits ausgezahlt worden seien. Unterdessen unterliegt auch die EESSTY der griechischen Privatisierungsbehörde TAIPED und soll ebenfalls unter dem Hammer kommen. (Griechenland Zeitung / eh)



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