Finanzminister im Interview: „Der Kampf wird fortgesetzt“ Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Finanzminister Efklidis Tsakalotos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Finanzminister Efklidis Tsakalotos.

Nach der offiziellen Beendigung der Spar- und Reformprogramme (Memoranden) am Montag (20.8.) will die griechische Regierung nun Maßnahmen durchsetzen, die der gesamten Gesellschaft zu Gute kommen sollen. Zu spüren sein soll dies vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Wohlfahrtsstaat. Dies hat Finanzminister Efklidis Tsakalotos in der Mittwochsausgabe der Tageszeitung Efimerida ton Syntakton festgestellt. Das Interview gab er unmittelbar nach der „Botschaft an die Nation“ von Ministerpräsident Alexis Tsipras am Dienstag (21.8.). Gehalten wurde diese Rede auf der Insel Ithaka – Heimat des Homerischen Helden Odysseus.


Tsakalotos stellte vor diesem Hintergrund gegenüber der politisch links orientierten Zeitung fest: „Nach der politischen Odyssee der Memoranden“ werde die Regierung weiterhin „die Arbeitswelt, die Löhne und Renten verteidigen“. Dazu zählen etwa die Erhöhung des Mindestlohnes und die Wiedereinführung von Rahmentarifverträgen. „Wir vergessen weder den Schmerz noch die Hoffnungen der griechischen Bevölkerung“, sagte der Finanzminister. „Odysseus hatte es zwar nach Ithaka geschafft, doch er musste seinen Kampf fortsetzen“, erklärte Tsakalotos und erinnerte daran, dass nach der Ankunft des Helden auf seiner Heimatinsel „Thronanwärter“ – die ihn für tot gehalten hatten – für eine Hochzeit mit dessen Ehefrau Penelope warben. Diese Anwärter habe Odysseus „mit Hilfe seiner treuen Freunde besiegt“, beschreibt Tsakalotos die Darstellungen Homers und spielt damit auf die gegenwärtige politische Situation in Griechenland an. (Griechenland Zeitung / eh)



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