ND-Vizepräsident wirft Regierungsparlamentariern Machtmissbrauch vor

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Vizepräsidenten der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia Adonis Georgiadis. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Vizepräsidenten der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia Adonis Georgiadis.

Der Vizepräsident der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) Adonis Georgiadis wirft Parlamentariern der Regierungspartei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) „Machtmissbrauch“ vor.


Diese wollen den im Parlament vertretenen Parteien eine Schlussfolgerung bezüglich eine mutmaßlichen Skandals, der das Zentrum für Krankheitskontrolle und -Prävention (KEELPNO) betrifft, übergeben. Beinhaltet ist vor allem auch die Amtszeit von Georgiadis im Gesundheitsministerium (2013–2014). Die betreffenden SYRIZA-Parlamentarier rufen die Justiz dazu auf, die Arbeit des früheren Ministers in dieser Zeit gründlich zu untersuchen.
Georgiadis reagierte empört: „Die Wahrheit wird im Gerichtsaal aufscheinen“, stellte er fest. Seinen Parlamentskollegen warf er „Dreistigkeit und Verleumdung ohne Gleichen“ vor. Er fügte hinzu, dass die Justiz den genannten Fall bereits untersucht habe. Dabei sei nichts Belastendes gegen seine Person gefunden worden. Als Reaktion will der Ex-Gesundheitsminister gegen alle Parlamentarier, die das Schlussfolgerungspapier unterzeichnen, Verleumdungsklage einreichen.
Was die Initiatoren des Papiers betrifft, so müsse ihrer Ansicht nach vor allem ein Kredit in Höhe von 225 Millionen Euro unter die Lupe genommen werden, den KEELPNO erhalten hatte. Ihrer Ansicht nach seien damit zu viele Medikamente und Impfstoffe gekauft worden. Dies habe in keinem Zusammenhang zum tatsächlichen Bedarf gestanden. Untersucht werden müsse zudem ein verdächtig erscheinender Vertrag zwischen KEELPNO und der Organisation gegen Drogen (OKANA). Verdächtig seien auch Ausgaben für eine Werbekampagne gegen Krebs sowie der Kauf von Wärmebildkameras. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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