Ein Schritt vor der Lösung der Namensfrage Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Vorsitzenden der DIMAR Thanassis Theocharopoulos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Vorsitzenden der DIMAR Thanassis Theocharopoulos.

Die Lösung der Namensfrage der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (Uno-Kurzbezeichnung: FYROM) birgt weiterhin Bewegung in die politische Landschaft Griechenlands.


Der Vorsitzende der Demokratischen Allianz (Dimar) Thanasis Theocharopoulos hat in einem Zeitungsinterview festgestellt, dass er seinen in dieser Woche erfolgten Ausschluss aus der Bewegung der Veränderung (KiNal) nicht persönlich nehme; die gesamte Dimar sei dadurch ausgeschlossen worden, so sein Urteil. Die Vorsitzende der KiNal Fofi Gennimata hatte den Dimar-Chef aus der Fraktion gefeuert, nachdem er erklärt hatte, dass er bei der Abstimmung zur Namensfrage der FYROM mit „Ja“ stimmen wolle. Theocharopoulos sagte weiterhin, dass er sich sehr wohl gegen die Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras stelle. Die von ihm geführte Dimar habe jedoch mehrfach eine tragfähige Lösung bei der Namensfrage der FYROM befürwortet, die von beiden Seiten akzeptiert werden kann. Dadurch könne Griechenland ein Faktor des Friedens auf dem Balkan sein, so Theocharopoulos. Außerdem sei eine derartige Lösung auch ein Schutzschild für Griechenland bei Spannungen mit der Türkei, so der sozialistisch orientierte Politiker.
Gennimata hingegen argumentierte in einem separaten Interview damit, dass nicht etwa die gesamte Dimar, sondern lediglich Theocharopoulos aus der Bewegung ausgeschlossen worden sei. Die Parteien müssten jetzt „einen Schritt zurückgehen“. Dem Dimar-Chef warf sie vor, durch sein Votum die Regierung Tsipras zu unterstützen.
Unterdessen debattiert am Montag und Dienstag das Komitee für außenpolitische Angelegenheit des griechischen Parlaments über die bevorstehende Vertragsratifizierung. Mittwoch und Donnerstag kommt das Thema in die Vollversammlung. Donnerstagmitternacht soll darüber abgestimmt werden. Tsipras erwartet eine kleine Mehrheit von 151 bis 153 „Ja“-Stimmen. Das griechische Parlament verfügt über 300 Sitze. (Griechenland Zeitung / eh)

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