Spitzentreffen zur Realisierung der „EastMed-Pipeline“ in Athen

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Archivfotos (© Eurokinissi) Archivfotos (© Eurokinissi)

Energiefragen im östlichen Mittelmeer rücken in jüngster Zeit immer häufiger auf die Tagesordnung. Am Mittwoch wollen sich die zuständigen Minister Griechenlands, Zyperns und Israels unter Beteiligung der USA über dieses Thema in Athen beraten. Dabei geht es vor allem um die „EastMed“-Pipeline.

Die Ausbeutung von Energieressourcen im östlichen Mittelmeer nimmt neue Konturen an. Am Mittwoch dieser Woche (7.8.) treffen sich im Athener Hilton-Hotel die Energieminister Griechenlands (Kostis Chatzidakis), Zyperns (Jorgos Lakkotrypis), Israels (Yuval Steinitz) im Beisein des stellvertretenden Staatssekretärs für Energieressourcen der USA, Frank Fannon. Wichtigstes Gesprächsthema ist der Bau der „Eastern Mediterranean Gas Pipeline“, kurz genannt: EastMed. Über diese sollen Gasvorkommen, die vor Israel und Zypern lagern, über Griechenland nach Italien und weiter in andere EU-Länder transportiert werden. Washington will dieses Projekt vor allem vorantreiben, damit die Energieabhängigkeit der EU von Russland verringert wird. Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass dieses Projekt langfristig nur dann Erfolg haben dürfte, wenn auch die Preise konkurrenzfähig gestaltet werden können.

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Das wird nicht ganz einfach sein. Die Kosten für den Bau der EastMed werden auf sechs Milliarden Euro geschätzt; die Pipeline soll eine Gesamtlänge von 2.000 Kilometer, große Teile müssen unter dem Meer verlegt werden. Widerstand gegen dieses Projekt gibt es nicht zuletzt in der Türkei, wo man sich mehrfach gegen diese Option ausgesprochen hatte.
Das Treffen am Mittwoch gilt als Fortsetzung eines Dreiländertreffens vom 20. März, an dem sich die Staats- bzw. Regierungschefs dieser drei Länder in Anwesenheit des US-Außenministers Mike Pompeo zusammengefunden hatten. Stark gemacht hatten sich die Beteiligten damals „für die Förderung des Friedens, der Stabilität, der Sicherheit und des Wohlstandes im östlichen Mittelmeer“. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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