Regierungschef schlägt erstmals eine Frau für das Präsidentenamt vor Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt die bisherige Präsidentin des Staatsrates Äkaterini Sakellaropoulou. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt die bisherige Präsidentin des Staatsrates Äkaterini Sakellaropoulou.

Zum ersten Mal wurde eine Frau für das höchste politische Amt in Griechenland nominiert. Am Mittwochabend (15.1.) kündige Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis in einer Fernsehbotschaft an, dass er für diesen Posten die bisherige Präsidentin des Staatsrates Äkaterini Sakellaropoulou vorschlage. Diese bedankte sich für die ihr erwiesene Ehre. Anerkennung geschenkt werde mit diesem Vorschlag sowohl „der griechischen Justiz, als auch der Griechin“, stellte sie fest.

Mitsotakis sprach in seiner Begründung u. a. von einer „hervorragenden Juristin“. Außerdem erinnerte er daran, dass es sein Amtsvorgänger Alexis Tsipras vom Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) war, der Sakellaropoulou für das Amt der Präsidentin des Staatsrates vorgeschlagen hatte; der Staatsrat ist das oberste Verwaltungs- und Verfassungsgericht des Landes. Ihre Kandidatur für den Posten der Staatspräsidentin sein nun ein „kühner Schritt in die Zukunft“, so Mitsotakis. Er erinnerte auch daran, dass die Juristin politisch nicht aus der konservativen Regierungspartei ND stammt. Sakellaropoulou kam 1956 in Thessaloniki zur Welt. Sie studierte u. a. in Athen Jura. Sie spricht englisch und französisch. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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