100 Jahre griechische Küstenwache – Rettung von Flüchtlingen

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Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstanden am Mittwoch während einer Festveranstaltung der griechischen Küstenwache Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstanden am Mittwoch während einer Festveranstaltung der griechischen Küstenwache

In dieser Woche feierte die griechische Küstenwache mit einer festlichen Veranstaltung ihren 100. Geburtstag. Anwesend war auch Premier Mitsotakis. Er rühmte vor allem die Arbeit dieser Institution bei der Rettung von Menschenleben, dem Umweltschutz aber auch für die Wahrung der griechischen Souveränitätsrechte.

Die Tätigkeit von Nichtregierungsorganisationen (NGO) auf griechischen Inseln müsse künftig gründlicher beaufsichtigt werden. Diesen Standpunkt vertrat Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Mittwoch (5.2.) während einer Festveranstaltung der griechischen Küstenwache.
Der Regierungschef würdigte gleichzeitig, dass viele dieser NGO’s eine sehr gute Arbeit für die Asylsuchenden auf den Inseln im Osten der Ägäis leisten würden. Bei einigen sei man sich aber nicht sicher, was für eine Rolle sie in dieser Frage tatsächlich spielten, schränkte er ein. Er erinnerte daran, dass das griechische Parlament in dieser Woche eine Gesetzesnovelle verabschiedet hat, in der vorgesehen ist, dass sowohl die jeweiligen NGO’s als auch die Namen ihrer Mitarbeiter und deren konkreter Aufgabenbereich registriert werden.

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„Wächter unserer Meere“
Anlass für diese Ausführungen war das 100-jährige Jubiläum der griechischen Küstenwache. Gegründet wurde diese 1919 unter dem damaligen Premierminister Eleftherios Venizelos; nach diesem bedeutenden Politiker wurde u. a. auch der Athener Internationale Flughafen benannt. Mitsotakis lobte die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der griechischen Küstenwache. Sie seien die „Wächter unserer Meere“. Zudem seien sie „die Hauptdarsteller bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität auf dem Meer“. Er stellte fest, dass sich die Mitarbeiter der Küstenwache auch bei Rettungsaktionen im offenen Meer beteiligen und zum Schutz der Meeresumwelt einen Beitrag leisten.
Der Ministerpräsident fügte hinzu, dass zu den klassischen Aufgaben der Küstenwache auch der Schutz der Flüchtlinge hinzugekommen sei. Parallel dazu müssten sie auch die griechische Seegrenzen und damit auch die nationale Souveränität schützen. In seine Rede kündigte der Premier vor allem auch die Einstellung zusätzlichen Personals bei der Küstenwache an. Außerdem werde deren Ausrüstung aufgewertet, so sollen neue Fahrzeuge und Schnellboote angeschafft werden.

Appell an europäische Solidarität
Mitsotakis sagte, dass 2019 doppelt so viele Asylsuchende wie 2018 nach Griechenland gekommen seien. In Zahlen ausgedrückt handelt es sich um 72.000 Menschen: 22 % würden aus Syrien stammen und mehr als 40 % aus Afghanistan. In diesem Zusammenhang appellierte er an die europäische Solidarität. Diese sei „verpflichtend“, so der Regierungschef. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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