Streik gegen Gesetzentwurf über Sozial- und Rentenversicherung Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Der Öffentliche Dienst soll am Dienstag (18.2.) in Griechenland gelähmt werden. Das kündigte die Dachgewerkschaft der Staatsdiener ADEDY an, die für diesen Tag zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen hat. Daran beteiligen werden sich in erster Linie die Angestellten bei den öffentlichen Nahverkehrsmitteln. In Athen werden weder Busse, Oberleitungsbusse, noch Straßenbahnen (Tram) noch die U- oder die Elektrobahn (ISAP) verkehren – auf den Straßen ist mit einem Verkehrschaos zu rechnen.

Im Hafen von Piräus werden außerdem die Schiffe vor Anker bleiben. Ihrem Arbeitsplatz fern bleiben wollen auch Angestellte in Ministerien, Gemeinden und Finanzämtern. Dem Ausstand anschließen wollen sich u. a. auch die Buchhalter.
Die Hauptdemo der ADEDY findet um 11 Uhr am Athener Klafthmonos-Platz im Athener Zentrum statt. Die kommunistische Gewerkschaft PAME demonstriert separat um 10.30 Uhr vor den Propyläen an der Athener Panepistimiou-Avenue.
Weitere Demonstrationen werden am Dienstag in Piräus, Thessaloniki, Patras, Larissa und anderen größeren Städten des Landes durchgeführt.
Zum Streik aufgerufen hat die ADEDY anlässlich der Abstimmung im Parlament über eine neue Gesetzesnovelle, die Veränderungen bei der Sozial- und Rentenversicherung der Arbeitnehmer vorsieht. Vor allem fordern die Gewerkschafter, dass die im Zuge der Krise gestrichene 13. und 14. Rente wieder eingeführt wird. Zudem wollen sie staatliche Garantien für alle Pensionen durchsetzen und eine „Privatisierung der Versicherung“ verhindern. (Griechenland Zeitung / eh)

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