Lage am Evros entspannt sich leicht – Ankara provoziert weiter

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Die Situation an der nordgriechischen Grenze zur Türkei ist noch immer angespannt, obwohl viele Immigranten die Region inzwischen verlassen haben. An diesem Wochenende gab es erneut Versuche auf der türkischen Seite, den Grenzzaun zu durchbrechen, um auf griechisches Territorium zu gelangen.

Von türkischer Seite wurde Tränengas zum Einsatz gebracht. Beobachter meinen, dass Ankara mit diesem Verhalten nach wie vor die Alarmbereitschaft Griechenlands testen möchte. Am 18. März hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, die Grenze zu Griechenland zu schließen, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern; viele der Immigranten, die sich an der Grenze versammelt hatten, verließen daraufhin die Grenzregion, andere blieben dort.
Unterdessen berichten griechische Medien, dass in den vergangenen Tagen wieder mehrere türkische Kampfjets den griechischen Luftraum verletzt haben. Auch das Forschungsschiff Oruc Reis ist immer noch in der Ägäis aktiv. In den vergangenen Tagen war es etwa 50 Seemeilen südöstlich der griechischen Insel Kastellorizo gesichtet worden. Das türkische Tiefsee-Bohrschiff Yavuz bewegt sich nach wie vor in zyprischen Hoheitsgewässern. Mitte voriger Woche hatten 29 Schiffe und U-Boote der türkischen Marine ein Manöver in der Ägäis durchgeführt. (Griechenland Zeitung / eh)

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