Erste Anzeichen für eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen im Mai Tagesthema

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Unser Foto (© Pressebüro des Premierministers / Dimitris Papamitsos) zeigt Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Unser Foto (© Pressebüro des Premierministers / Dimitris Papamitsos) zeigt Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis.

„Es sind 33 Tage seit meiner ersten Rede, seitdem die Pandemie des Coronavirus ausgebrochen ist, vergangen.“ Mit diesen einleitenden Worten wandte sich Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Montagabend (13.4.) an seine Mitbürger.

Er bedankte sich für die persönlichen Opfer und die große Verantwortung die jeder von ihnen an den Tag gelegt habe. Dadurch seien „alle Griechen beschützt“ worden, aber „vor allem die Schwächeren“. Der Regierungschef hob hervor, dass man außerdem Zeit gewonnen habe, um das Gesundheitssystem zu stärken. In den kommenden Wochen sollen noch weitere Intensivstationen eingerichtet werden, damit Griechenland in diesem Bereich den EU-Durchschnitt erreichen könne. Mitsotakis schätzte ein, dass „der Krieg noch nicht beendet“ sei. Die Coronavirus-Fälle würden jedoch zurückgehen. Er wiederholte, dass der Monat April am kritischsten sei; vor allem aber sei wichtig, sich in der jetzigen Karwoche an die Maßnahmen zu halten. Eine Rückkehr zum Alltag und zur Normalität werde danach schrittweise erfolgen, so der Premier. Er schloss nicht aus, dass die Pandemie in den Wintermonaten zurückkehren könnte. Griechenland müsste auf diese Eventualität vorbereitet sein.
Was die Wirtschaft betrifft, so erklärte er, dass seine Regierung bereits 14 Milliarden Euro in die Unterstützung von Arbeitnehmern und Unternehmen investiert habe. Bereits jetzt würden 750.000 Arbeitnehmer einen Zuschuss in Höhe von 800 Euro erhalten. In seiner Rede kündigte er zudem an, dass 155.000 Langzeitarbeitslose eine einmalige Zulage von je 400 Euro bekommen werden. Mitsotakis räumte ein, dass Hellas im laufenden Jahr mit einer starken Rezession konfrontiert sein werde.
Zuvor hatte Regierungssprecher Stelios Petsas die Möglichkeit ins Auge gefasst, dass in den ersten zwei Maiwochen die ersten Geschäfte des Einzelhandels geöffnet werden könnten, allerdings unter strengen Regelungen. Als nächstes könnten Tavernen, Gaststätten, Cafés und Bars öffnen. Diese müssten dann Tische und Stühle in den Außenräumen aufstellen. Zudem dürften nur wenige Gäste, die in großem Abstand voneinander sitzen müssen, bedient werden. (Griechenland Zeitung / eh)

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