Auf der Suche nach Investitionen und Touristen in Israel Tagesthema

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Unser Foto (© Pressebüro des Ministerpräsidenten / Dimitris Papamitsos) entstand während eines Treffens zwischen dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis (l.) und dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin. Unser Foto (© Pressebüro des Ministerpräsidenten / Dimitris Papamitsos) entstand während eines Treffens zwischen dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis (l.) und dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin.

Es handle sich um eine „Pipeline des Friedens und für die Stabilität in der Region“. Mit diesen Worten beschrieb Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis die Pipeline EastMed, die Erdgas von Israel über Griechenland und Zypern, nach Westeuropa transportieren soll.

Anlass war ein Treffen mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin in Jerusalem. Die beiden Politiker haben weitere Kooperationen in den Bereichen Verteidigung und Energie besprochen. Mitsotakis wiederholte die Auffassung, dass Griechenland bereit für neue Investitionen vor allem im Immobilienbereich sei. Nicht zuletzt kam auch die Corona-Pandemie zur Sprache; bei seinem Besuch in Israel handelte es sich um die erste Auslandsreise von Mitsotakis nach dem Lockdown. Der Regierungschef brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass man nun „zur Normalität zurückkehren“ müsse. Er verwies auf die Bedeutung des Tourismus für die griechische Wirtschaft und erklärte: „Für uns spielt die Sicherheit der Urlauber eine wichtige Rolle.“ Aus diesem Grund setze Athen strenge Sicherheitsprotokolle gegen eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus um.
Die kommunistische Partei KKE kritisierte den Besuch von Mitsotakis in Israel, bei dem er von acht Ministern begleitet wurde, vor allem, weil er kein Wort über die Anerkennung eines Palästinensischen Staates verloren habe, wie es im griechischen Parlament beschlossen worden sei. Dass eine gute Kooperation mit Israel eine starke Karte gegenüber türkischer Provokationen sei, sei von der Realität überholt worden, meinen die Kommunisten. Sie erinnerten daran, dass Israel ein Abkommen nicht verurteilte, dass die Türkei Ende vorigen Jahres mit Libyen getroffen hatte und in dem die Ausschließliche Wirtschaftszone griechischer Inseln und Zyperns verletzt wird. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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