Außenminister Maas in Athen auf Sondierungskurs

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während eines früheren Treffens zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis (l.) und dem deutschen Außenminister Heiko Maas. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während eines früheren Treffens zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis (l.) und dem deutschen Außenminister Heiko Maas.

Deutschland hat sich im Rahmen seiner sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft u. a. vorgenommen, die angeschlagenen bilateralen Beziehungen zwischen der EU und der Türkei zu glätten. Mit diesem Ziel stattet der deutsche Außenminister Heiko Maas der griechischen Hauptstadt am Dienstag (21.7.) einen Besuch ab.

Es stehen Begegnungen mit Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, Staatspräsidentin Katerina Sakellaropoulou und seinem Amtskollegen Nikos Dendias auf dem Programm. Erörtert werden bei den Gesprächen die Schwerpunkte der deutschen Ratspräsidentschaft sowie die Bewältigung der Flüchtlingskrise. Vor allem aber stehen die Begegnungen im Zeichen der sich in letzter Zeit deutlich verschlechternden griechisch-türkischen Beziehungen. Erst vor wenigen Tagen hatte Ankara beschlossen, die Hagia Sophia in Istanbul, einst Krönungskirche der byzantinischen Kaiser, die bisher Besuchern aus allen Ländern als Museum zugänglich war, in eine Moschee umzuwandeln. Dies zog nicht nur in Griechenland, sondern auch in anderen Ländern heftige Proteste nach sich. Hinzu kommen nahezu täglich massive Verletzungen des griechischen Luftraumes durch türkische Kampfflugzeuge. Nun will Ankara auch noch vor Kreta nach Öl und Erdgas bohren; vor Zypern – wie Griechenland ebenfalls ein EU-Mitgliedsstaat – finden derartige Aktivitäten bereits seit vorigem Jahr statt. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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