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Neue Mitglieder des Ministerrates nach Kabinettsumbildung vereidigt Tagesthema

Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Dienstag (5.1.) während der Vereidigung des Ministerrates. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Dienstag (5.1.) während der Vereidigung des Ministerrates.

Nachdem am Montag eine Kabinettsumbildung bekannt gegeben worden war, wurden die neuen Mitglieder des Ministerrates unter Premier Kyriakos Mitsotakis am Dienstag (5.1.) vereidigt. Anwesend war auch der Erzbischof von Athen und ganz Griechenland, Hieronymos, der eine kurze Unterredung mit Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis zu den scharfen Corona-Maßnahmen führte, durch die auch die Gottesdienste stark eingeschränkt werden.

Um 11 Uhr haben zunächst sechs neue Minister ihren Eid abgelegt. Um 11.45 und um 12.30 Uhr waren die stellvertretenden Minister und Staatssekretäre an der Reihe. Die meisten haben auf die Bibel geschworen, zwei Regierungsmitglieder der legten einen politischen Eid ab. Einer von ihnen ist Nikolas Giatromanolakis, neuer Staatssekretär für moderne Kunst im Kulturministerium. Er ist das erste Kabinettsmitglied in Griechenland, das sich offen zur Homosexualität bekennt und sich für die Rechte der LGBT-Gemeinde einsetzt.
Vor der Vereidigung hatten sich alle Regierungsmitglieder einem Corona-Schnelltest unterzogen.
Scharfe Kritik musste Premier Mitsotakis seitens der Opposition hinnehmen. Der Sprecher vom Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) Nasos Iliopoulos schätzte ein, dass die Regierung auf Konfrontationskurs mit der Gesellschaft gegangen sei. Vor allem kritisierte er, dass die Spitze der Ministerien für Gesundheit, Finanzen und Bildung nicht ausgetauscht worden sei. Der Linkspolitiker gab zu bedenken, dass Griechenland aufgrund der Corona-Pandemie 5.000 Opfer zu beklagen habe, zudem erwarte man eine Rezession von zehn Prozent für 2020, und in den Schulen herrsche nach wie vor ein Durcheinander, so Iliopoulos. (Griechenland Zeitung / eh)
 

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