Strenge Corona-Maßnahmen auf Party-Insel Mykonos Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand auf der Insel Mykonos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand auf der Insel Mykonos.

Auf der Party-Insel Mykonos muss vorerst kräftig auf die Spaßbremse getreten werden. Seit Samstag (17.7.) sind dort verschärfte Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in Kraft getreten.

So etwa gilt zunächst bis zum kommenden Montag (26.7.) ein nächtliches Ausgangsverbot zwischen 1 und 6 Uhr morgens. Außerdem darf in Restaurants oder Bars keine Musik gespielt werden. Überwacht werden sollen die Einschränkungen u. a. mit Aufklärungsdrohnen der Polizei und Überwachungskameras. Beobachter meinen, dass vor allem Privatpartys einer der Hauptgründe für die rasante Ausbreitung des Coronavirus sein dürfte.
Vertreter der Tourismusbranche befürchten schwerwiegende Einnahmeverluste. Sie verweisen darauf, dass bereits mehr als 80 Prozent der permanent auf der Insel lebenden Einwohner gegen Covid-19 geimpft worden seien. Sie schlagen u. a. eine Maskenpflicht auch in Außenräumen vor.
Erhöhte Vorsicht ist nun auch für die Inseln Santorini, Paros und Ios sowie für Heraklion und Rethymnon auf Kreta geboten, wo die Zahl der neuen Corona-Fälle ebenfalls gefährlich angewachsen ist. Die Oppositionspartei SYRIZA stellte fest, dass das Beispiel von Mykonos eine „schlechte Botschaft“ für den Tourismus in Hellas vermittle. Dies sei ein Beispiel für das Scheitern der Regierungsarbeit. Aus den Reihen der MeRA25 wurde kritisiert, dass die Regierung den Tourismus nicht als möglichen Faktor für den Verlauf der Pandemie betrachte und daher auch keine strengen Maßnahmen bei den Ankünften von Touristen praktiziere.
Landesweit wurden bisher 9,7 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt; knapp 4,6 Millionen Bürger sind bereits komplett gegen Covid-19 geimpft worden.
Am Sonntag wurden in Hellas 1.558 neue Corona-Fälle bekannt; Basis dafür waren 55.573 durchgeführte Tests. Zehn Menschen starben an den Folgen von Covid-19. Seit dem Beginn der Pandemie betrauert Hellas über 12.850 Todesopfer.
Die deutsche Bundesregierung rät seit Sonntag (18.7.) „von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Griechenland“ ab. Angesichts der Zahl der Neuinfektionen wurde das Land als „Risikogebiet“ eingestuft. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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