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Griechisch-Deutsches Forschungs- und Innovationsprogramm: „Ein Zeichen enger Freundschaft”

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Unser Foto (© Griechenland Zeitung / Melis Ntente) zeigt den Vizeminister Dr. Christos Dimas, den Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel und den deutschen Botschafter in Athen Dr. Ernst Reichel (v.l.n.r.) Unser Foto (© Griechenland Zeitung / Melis Ntente) zeigt den Vizeminister Dr. Christos Dimas, den Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel und den deutschen Botschafter in Athen Dr. Ernst Reichel (v.l.n.r.)

Die dritte Absichtserklärung zur Fortführung des Griechisch-Deutschen Forschungs- und Innovationsprogramms ist unter Dach und Fach. Unterzeichnet wurde sie am Dienstag (20.7.) im Ministerium für Entwicklung und Investition in Athen vom Vizeminister für Forschung und Technologie, Dr. Christos Dimas, und vom Parlamentarischen Staatssekretär im deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel.

Letzterer stellte im Anschluss fest: „Es ist ein Zeichen enger Freundschaft, dass wir hier sind.” Dimas strich seinerseits heraus, wie dankbar man „für all die Bemühungen der deutschen Seite“ sei. Durch die getroffene bilaterale Vereinbarung würden Forschungs- und Innovationsprojekte realisiert, und es würden unter anderem griechische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengebracht. Bei der nun unterzeichneten neuen Absichtserklärung liege der Fokus „auf erneuerbarer Energie, grünem Wasserstoff und Materialsicherheit, um die Zukunft klimafreundlicher zu gestalten“, erklärte Rachel. Auf Nachfrage der GZ, was konkret Deutschland beisteuern könne, um das griechische Bildungssystem zu bereichern, antwortet Dimas: „Wir versuchen, Bildungsreformen umzusetzen, die das kritische Denken und die Fähigkeit ‚über den Tellerrand zu schauen‘, fördern.” Rachel fügt hinzu, dass das griechische Bildungssystem zentralisiert sei. „Durch den Föderalismus“ herrsche in Deutschland hingegen „teils ein Wettbewerb zwischen den Bundesländern.“ Manchmal sei das „hilfreich, um den besten Weg zu finden, manchmal allerdings auch von Nachteil”.

Förderung gemeinsamer Projekte

Im Kontext der bilateralen Partnerschaftsinitiative, die zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten und der deutschen Bundeskanzlerin am 5. März 2010 zur deutsch-griechischen Zusammenarbeit unterzeichnet worden war, wurde ab 2013 das 1. Griechisch-Deutsche Forschungsprogramm umgesetzt. Beide Länder einigten sich auf die Förderung gemeinsamer Projekte in den Themenfeldern Gesundheitsforschung, Bio-Ökonomie, Energie, Geistes- und Sozialwissenschaften (Schwerpunkt Finanz- und Wirtschaftskrise), Forschung für die Digitalisierung von personennahen Dienstleistungen und für IKT-Anwendungsdienstleistungen, Nanotechnologie und Photonik.
Im 2. Griechisch-Deutschen Forschungs- und Innovationsprogramm, das seit Dezember 2016 läuft, werden derzeit 24 Projekte in den Themengebieten Gesundheit, Bio-Ökonomie, Energie, Kultur-Tourismus-Kulturen, Materialforschung und Schlüsseltechnologien gefördert. Übergeordnete Ziele des Programms sind die Einbeziehung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in internationale Projekte, die Anschlussfähigkeit der Projekte in europäischen Programmen und die verstärkte Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Um die Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu bringen, unterstützt das Bundesministerium für Forschung und Bildung Maßnahmen zum Wissens- und Technologietransfer in Griechenland. Dazu fand vom 11. bis zum 13.06.2019 in Athen ein erster Workshop statt, der die Transfer- und Verwertungsaspekte in den geförderten Projekten stärken sollte. Am 30.6.2021 fand die Folgeveranstaltung als virtueller Workshop statt.

Text und Foto: Griechenland Zeitung / Melis Ntente

 

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