Lehrerverband auf Kreta ruft zur Beteiligung an Demos für den 17. November auf

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand an einem 17. November im Hof des Athener Polytechnikums. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand an einem 17. November im Hof des Athener Polytechnikums.

Am 17. November jährt sich der Studentenaufstand gegen die Militärdiktatur vor 49 Jahren an der Technischen Hochschule in Athen (Polytechnikum). Auch der kretische Verband der Grundschullehrer von Heraklion „Dominikos Theotokopoulos“ beteiligt sich aus diesem Anlass an Protesten.

Unter dem Motto „Das Polytechnikum lebt“ rufen die Gewerkschaftler alle Lehrerinnen und Lehrer auf, sich an der morgigen Kundgebung (17.11.) um 18 Uhr auf dem Eleftherias-Platz zu beteiligen. Die Anforderungen von damals seien, so der linksgerichtete Verband, auch heute relevant. Er vertritt außerdem die Auffassung, dass die konservative Regierung der Nea Dimokratia ein „autoritäres Verhalten an den Tag“ lege, etwa mit der Einrichtung der Universitätspolizei „die junge Generation zum Schweigen bringen“ wolle und der Demokratie durch den Abhör- oder den Medienskandal der sogenannten „Petsas-Liste“ Schaden zufüge.
Der Aufstand der Studierenden im November 1973 gegen das diktatorische Regime in Hellas (1967-1974) gilt als eines der entscheidenden Ereignisse für den Sturz der Junta im Juli 1974. Mit dem zentralen Slogan „Brot-Bildung-Freiheit“ setzte sich die studentische Jugend für Demokratie, soziale Gerechtigkeit sowie individuelle und soziale Rechte ein. (GZmf)

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