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Erhöhte Sicherheitsstandards: Der Bahnverkehr in Hellas rollt wieder an Tagesthema

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Foto (© Eurokinissi) Foto (© Eurokinissi)

Bei der griechischen Eisenbahn will man so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren. Am Montag (3.4.) sind nach einer mehr als einmonatigen Pause die ersten Züge zwischen Athen und Thessaloniki sowie zwischen Athen und Kalambaka – das sich in der Nähe der Meteora-Klöster befindet – verkehrt.

Unter den Fahrgästen auf der letzteren Strecke war auch Staatsminister Jorgos Gerapetritis. Er hatte nach einem tödlichen Zugunglück am 28. Februar, das 57 Menschen das Leben gekostet hat, zusätzlich auch die Leitung des Transportministeriums übernommen. Ebenfalls im Zug waren hochrangige Mitglieder der Griechischen Bahn. Ziel dieses prominenten Fahrgastaufgebotes war es, der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit für Reisen mit der Eisenbahn zu vermitteln.
Das Zugunglück hatte sich nach einer Reihe von technischer Unzulänglichkeiten ereignet; auch menschliches Versagen wird als eine der Unfallursachen genannt.
Künftig sollen die Züge der Griechischen Bahn mit erhöhten Sicherheitsstandards verkehren. So etwa wird die Höchstgeschwindigkeit auf 100 Km/h beschränkt; bisher durften die Züge mit bis zu 160 Km/h über die Gleise brettern. Damit wird die Fahrt von Athen nach Thessaloniki wieder fünfeinhalb Stunden dauern; bisher musste man dafür nur gut vier Stunden einrechnen.
Außerdem werden weniger Züge auf dem griechischen Schienennetz unterwegs sein. In dieser Woche wird täglich nur ein Zug von Athen nach Thessaloniki und einer in der Gegenrichtung verkehren. Ab dem 7. April sollen dann insgesamt vier Züge zwischen den beiden größten Städten des Landes im Einsatz sein und ab dem 11. April sechs Züge. Vor dem Unfall waren bis zu acht Züge am Tag auf dieser Strecke unterwegs. Nach dem tödlichen Desaster Ende Februar hatte die Griechische Bahn zahlreiche Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt. (Griechenland Zeitung / eh)

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