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Griechenland stärkt Zusammenarbeit mit Frontex und verschärft Migrationspolitik Tagesthema

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Unser Foto (© Pressestelle des Ministeriums für Handelsschifffahrt und Inselpolitik) zeigt den Minister Handelsschifffahrt und Inselpolitik, Vasilis Kikilias, auf Kreta. Unser Foto (© Pressestelle des Ministeriums für Handelsschifffahrt und Inselpolitik) zeigt den Minister Handelsschifffahrt und Inselpolitik, Vasilis Kikilias, auf Kreta.

Griechenland intensiviert seine Zusammenarbeit mit der Frontex beim Schutz der EU-Außengrenzen und setzt zugleich auf verstärkte Kooperationen im Mittelmeerraum. Parallel meldet die Regierung Fortschritte in der Migrationspolitik.

Am Dienstag (21.4.) trafen sich in Athen der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis und der Exekutivdirektor der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex), Hans Leijtens. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die weitere Stärkung der bereits engen Zusammenarbeit zum Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union.Dabei wurde insbesondere die Weiterentwicklung der Agentur Frontex im Zuge ihrer geplanten Neustrukturierung thematisiert. Diskutiert wurden auch der Austausch von Fachwissen und bewährten Praktiken zur besseren Steuerung von Migrationsbewegungen sowie die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen und Personalverstärkung.

Schutz der Außengrenzen

Beide Seiten betonten zudem die Notwendigkeit gemeinsamer operativer Maßnahmen, „um Migrationsströme effektiver zu steuern und die irreguläre Einreise von Migranten zu verhindern“. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass alle Maßnahmen unter strikter Wahrung der Grundrechte erfolgen müssen, während der Schutz der EU-Außengrenzen weiterhin im Fokus steht.Darüber hinaus wurde die Bedeutung enger Abstimmung mit den politischen Führungen von Drittstaaten unterstrichen, um eine wirksame und koordinierte Migrationspolitik zu gewährleisten. 

Küstenwache und Migration

Im Rahmen eines zweitägigen Aufenthalts auf der Insel Kreta hat der griechische Minister für Handelsschifffahrt und Inselpolitik, Vasilis Kikilias, am Anfang der Woche in Heraklion eine Reihe von Gesprächen geführt und dabei die Arbeit des Personals der griechischen Küstenwache ausdrücklich gewürdigt. Er lobte den „hohen Grad an Professionalität, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft der Männer und Frauen des Korps der Küstenwache angesichts der täglichen Herausforderungen“.Kikilias betonte, dass es das Ziel sei, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um „Migrationsbewegungen in Richtung Kreta durch bessere Organisation und enge Zusammenarbeit aller zuständigen Behörden wirksam zu bewältigen“. In diesem Zusammenhang erklärte er, dass man mit der libyschen Küstenwache und zuständigen Stellen enger zusammenzuarbeiten wolle, „um irreguläre Migration bereits an der nordafrikanischen Küste zu unterbinden“. Gleichzeitig wies der Minister auf die besonderen operativen Herausforderungen in der Region hin, da es sich im Gegensatz zum östlichen Ägäischen Meer um eine offene See mit deutlich größeren Distanzen von 70 bis 100 Seemeilen handele, was Such- und Rettungseinsätze erheblich erschwere.

Strategischer Knotenpunkt

Auch der Hafen von Heraklion stand im Fokus der Gespräche. Kikilias bezeichnete ihn als einen der wichtigsten Knotenpunkte des Landes mit zentraler Bedeutung für die lokale Wirtschaft, den Tourismus und die nationale Wirtschaft insgesamt. Nach Angaben der Hafenbehörden wurden im vergangenen Jahr mehr als 2,6 Millionen Reisende im Fähr- und Kreuzfahrtverkehr abgefertigt – ohne dass es zu nennenswerten Problemen gekommen sei.Parallel dazu meldet das Ministerium für Migration und Asyl deutliche Fortschritte im Bereich der internationalen Schutzverfahren. Zwischen dem 1. März und dem 9. April 2026 wurde nach eingehender Prüfung in insgesamt 1.203 Fällen der Schutzstatus syrischer Staatsangehöriger widerrufen. Zudem nimmt Griechenland bei freiwilligen Rückkehrprogrammen innerhalb der Europäischen Union eine führende Rolle ein. Seit Oktober 2025 wurden 89 freiwillige Rückkehrfälle nach Syrien verzeichnet – das entspricht rund 50 Prozent aller EU-weiten Rückkehrfälle: die insgesamt bei 178 liegen. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)

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