Dienstag, 27. August 2019 10:30

Aufhebung der Kapitalverkehrskontrollen

„Ab heute gehören die Kapitalverkehrskontrollen (Capital Controls) der Vergangenheit an.“ Das hat Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Montag (26.8.) am Rednerpult des griechischen Parlaments festgestellt.

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Die Chefunterhändler der internationalen Geldgeber aus der Europäischen Zentralbank (EZB), der Europäischen Kommission, dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) reisen am heutigen Donnerstag aus Athen ab. In der griechischen Hauptstadt hatten sie seit Montag die erzielten Reform- und Sparfortschritte der Regierung unter die Lupe genommen. Gleichzeitig haben sie mit den dafür zuständigen Ministern Verhandlungen geführt. Zurückkehren werden sie nach Hellas erst wieder nach dem griechisch-orthodoxen Osterfest, das dieses Jahr auf dem 8. April fällt. Eine Vereinbarung auf technischer Basis soll bis zum Treffen der Eurogruppe im Mai stehen.

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Dienstag, 15. November 2016 14:22

Wirtschaftswachstum von 1,5 % im dritten Quartal

Das griechische Bruttoinlandprodukt hat sich im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5 % erhöht. Das geht aus den vorläufigen Daten der griechischen Statistikbehörde ELSTAT hervor. Insgesamt hat das Wirtschaftswachstum in den ersten neun Monaten des Jahres ein schmales Plus von 0,03 % erreicht. Regierungskreise verweisen darauf, dass dies höher als erwartet sei. Für 2017 wird ein Wachstum von 2,7 % erwartet.

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Griechische Haushalte und Unternehmen bewahren geschätzt zwischen 15 und 20 Milliarden Euro in Tresoren und verschiedenen „Verstecken“ auf, statt das Geld auf Bankkonten einzuzahlen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Eurobank. Bewertet wurden die Auswirkungen der Kapitalverkehrskontrollen (Capital Controls), die vor etwa einem Jahr eingeführt worden sind, auf die reale Wirtschaft. Wie die Experten der Eurobank feststellen, könnten diese Geldsummen theoretisch „unverzüglich“ wieder in das griechische Bankensystem fließen. Voraussetzung sei jedoch eine weitere Verbesserung des Klimas und des Vertrauens der Kontoinhaber in die Aussichten der griechischen Wirtschaft. Voraussetzung sei es, dass Strukturreformen umgesetzt werden, um einen wirtschaftlichen Aufschwung zu erzielen.  

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In dieser Woche meldete das traditionsreiche Unternehmen „Ilektroniki Athinon“ Konkurs an. Die Elektrowaren-Kette wurde vor sieben Jahrzehnten gegründet. Zum Schluss hatte sie 47 Filialen und 450 Mitarbeiter, die nun in die Arbeitslosigkeit verabschiedet werden. Die Firma hatte bereits seit 2009 Probleme, die sich u. a. durch die Krise sowie die Einführung der Kapitalverkehrskontrollen zuspitzten. Das Aus kam, als sich Banken und Lieferanten, die Medienberichten zufolge mehrere Monate auf Bezahlung warteten, dazu entschlossen, der „Ilektroniki Athinon“ keine weitere Gnadenfrist zu gewähren. Die Schulden des Unternehmens belaufen sich auf mehr als 85 Mio. Euro.

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