Gute Prognosen für Griechenlands Wirtschaft: Kapitalverkehrskontrollen werden gelockert

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Griechenlands Finanzminister Evklidis Tsakalotos (r.) gemeinsam mit seinem stellvertretenden Minister Jorgos Chouliarakis. Diese Aufnahme entstand am 15. Januar im griechischen Parlament. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Griechenlands Finanzminister Evklidis Tsakalotos (r.) gemeinsam mit seinem stellvertretenden Minister Jorgos Chouliarakis. Diese Aufnahme entstand am 15. Januar im griechischen Parlament.

Die Chefunterhändler der internationalen Geldgeber aus der Europäischen Zentralbank (EZB), der Europäischen Kommission, dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) reisen am heutigen Donnerstag aus Athen ab. In der griechischen Hauptstadt hatten sie seit Montag die erzielten Reform- und Sparfortschritte der Regierung unter die Lupe genommen. Gleichzeitig haben sie mit den dafür zuständigen Ministern Verhandlungen geführt. Zurückkehren werden sie nach Hellas erst wieder nach dem griechisch-orthodoxen Osterfest, das dieses Jahr auf dem 8. April fällt. Eine Vereinbarung auf technischer Basis soll bis zum Treffen der Eurogruppe im Mai stehen.


Noch ausständig ist die Auszahlung einer 5,7 Milliarden Euro schweren Kreditrate; voraussichtlich wird dieses Geld noch im März freigegeben. Um Einzelheiten zu klären, reist am heutigen Donnerstag der griechische stellvertretende Wirtschaftsminister Jorgos Chouliarakis zum Treffen der Euro Working Group nach Brüssel.
Athen will spätestens bis August das Spar- und Reformprogramm (Memorandum) hinter sich lassen und sich auf den freien Kapitalmärkten wieder selbst finanzieren. Derzeit handelt es sich bereits um das vierte Memorandum in Folge, das griechische Regierungen mit den internationalen Geldgebern seit dem offiziell deklarierten Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Frühling 2010 vereinbart haben. Ausdrücklich erklärtes Ziel dieser Pakete war es in allen Fällen gewesen, das Mittelmeerland vor einem drohenden Bankrott zu retten.
Als Zeichen dafür, dass die griechische Wirtschaft im Aufschwung ist bzw. dass das Vertrauen in sie gewachsen ist, gilt die Tatsache, dass am Mittwoch (28.2.) die Kapitalverkehrskontrollen (Capital Controls) erneut gelockert wurden. Von bisher 1.800 Euro pro Montag können Kontoinhaber in Griechenland ab sofort 2.300 Euro im Monat abheben. Ebenfalls erleichtert werden auch Beschränkungen für die Eröffnung neuer Konten. Auch wer ins Ausland reist, kann künftig etwas mehr abheben als bisher: Statt bei 2.000 Euro liegt die neue Obergrenze für solche Fälle nun bei 2.300 Euro. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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