Auszahlung eines 5,7-Milliarden-Kredites auf März verschoben

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos (l.) im Gespräch mit dem EU- Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici. Letzterer hatte Athen am 8. Februar einen Besuch abgestattet. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos (l.) im Gespräch mit dem EU- Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici. Letzterer hatte Athen am 8. Februar einen Besuch abgestattet.

Die nächste Kreditrate in Höhe von 5,7 Milliarden seitens der Geldgeber an Griechenland soll erst Mitte März ausgezahlt werden. Zu dieser Entscheidung ist die Eurogruppe am Montag gekommen. Generell gelobt wurde Griechenland für seine Reformbereitschaft. Bemängelt wurde aber, dass von den 110 Reform- und Sparmaßnahmen, die für die Auszahlung der Kredittranche notwendig sind, zwei noch nicht in die Tat umgesetzt wurden.

Es handelt sich um die Möglichkeit der Versteigerung von Immobilien auf elektronischem Weg, deren Besitzer Schuldner der öffentlichen Hand oder der Banken sind. Der weitere Kritikpunkt betrifft die noch nicht erfolgte Verpachtung des Geländes des ehemaligen Athener Flughafens Elliniko an einen privaten Investor. Wenn die 5,7-Milliareden-Rate endlich freigegeben wird, werden davon 3,3 Mrd. Euro in den Schuldendienst fließen. 1,9 Mrd. Euro sollen die griechische Staatskasse aufbessern; mit den restlichen 500 Millionen Euro sollen Schulden getilgt werden, die der Staat gegenüber Unternehmen und Privatpersonen angehäuft hat. Bei Erfüllung weiterer Spar- und Reformmaßnahmen kann im April eine weitere Milliarde Euro ausgezahlt werden.
Am kommenden Montag, dem 26. Februar, soll unterdessen die vierte Bewertung der Spar- und Reformbemühungen Griechenlands beginnen. Dann kommen die Chefunterhändler der internationalen Geldgeber erneut zur Inspektion und zu Verhandlungen nach Athen. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

 

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