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Griechenland ist im Moment mit zwei Herausforderungen konfrontiert: mit der Migrationsfrage und den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus.

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Dienstag, 26. Juni 2012 16:30

Zypern sucht Hilfe unter dem Rettungsschirm

Die Republik Zypern hat am Montag an seine europäischen Partner ein Hilfsgesuch gestellt, um Gelder für sein problematisches Bankensystem zu erhalten. Zuvor scheiterte Nikosia mit seinen Bemühungen, Kredite von Russland oder China zu erhalten. Die zyprischen Banken sind eng mit dem griechischen Bankensystem vernetzt. Die Entscheidung, sich unter den Schutz des europäischen Rettungsschirms zu begeben und Gelder aus dem Krisenfonds EFSF oder ESM  zu beantragen, fiel am Montag in einer Sitzung unter Vorsitz von Präsident Dimitris Christofias. Über die Höhe der benötigten Summe besteht noch keine Klarheit.
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Heute sind es genau drei Jahre her, seit Griechenland sich unter den Rettungsschirm der so genannten Troika aus Europäischer Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank begeben musste. Am 23. April 2010 verkündete der damalige Regierungschef Jorgos Papandreou von der Ägäis-Insel Kastelorizo aus (siehe Foto) seinen Landsleuten die Nachricht, dass dieser Schritt der einzige Weg sei, einen Bankrott zu vermeiden. In seiner Botschaft an die Nation sagte er damals: „Wir befinden uns auf einem schwierigen Pfad, auf einer neuen Odyssee für das Griechentum." Athen war von den internationalen Geldmärkten ausgeschlossen, die Zinslast für frisches Geld war in Schwindel erregende Höhen gestiegen, die Staatsschulden betrugen 120 % am Bruttoinlandsprodukt (2012 lagen sie freilich bei 156,9 %).
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