AEK Athen gelingt im griechischen Cupfinale Überraschung

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AEK Athen gelingt im griechischen Cupfinale Überraschung

AEK Athen gelang im gestrigen griechischen Cupfinale mit einem 2:1-Sieg über Liga-Dominator Olympiakos Piräus eine faustdicke Überraschung. Ein Kopfballtor von Pantalos Manalos in der 39. Minute sowie ein Kontertreffer von Rafik Djebour (51.) brachten die Hauptstädter auf Kurs, der Anschlusstreffer von Alejandro Dominguez (85.) kam zu spät.

Das Finale im Athener Olympiastadion OAKA wurde wegen der schweren Ausschreitungen im Halbfinale zwischen PAOK Thessaloniki und Olympiakos vor leeren Rängen ausgetragen. Der stellvertretende griechische Sportminister Stavros Kontonis hatte die verbleibenden Spiele erst abgesagt, die Entscheidung auf Druck des internationalen Fußballverbands FIFA aber zurückgenommen. Wegen Sicherheitsbedenken wurde das Endspiel schließlich von Samstag auf Dienstag verschoben.
Über den Cupsieg konnte sich einer besonders freuen: Interimstrainer Stelios Manolas. Die Klublegende hatte im Jahre 1998 nach 447 Bewerbsspielen als AEK-Spieler seine Schuhe an den Nagel gehängt und durfte nun als Coach jubeln. Trotz des Triumphes war in den Äußerungen von Manolas nach dem Spiel die Bitterkeit wegen der leeren Ränge im Stadion nicht zu überhören: „War das, was wir gesehen haben, ein Fest?“ fragte er sich. Zumindest im Anschluss, bei der Fahrt des Mannschaftsbusses durch den Stadtteil Nea Philadelphia, dem Sitz von AEK, ließen Tausende Menschen die Fußballer und den Trainer hochleben.

Der erste nennenswerte Titel seit 2011 ist für AEK das Ende eines bemerkenswert kurzen Leidenswegs: Erst 2013 entschied sich der Klub zum freiwilligen Abstieg in die dritte Liga und damit in den Amateurfußball. Es folgten zwei Aufstiege in Folge, im ersten Jahr nach der Rückkehr in die Super League schaffte es das Team von Manolas als Tabellendritter gleich in die Playoffs um die Europacup-Qualifikationsplätze. Zudem fügte AEK dem überlegenen Meister aus Piräus im Februar die einzige Niederlage der Saison zu. Detail am Rande: Danach hatte ein Offizieller von Olympiakos den Wunsch geäußert, sich im Cup revanchieren zu können.

(mas, Foto: Eurokinissi)

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