Der Tourismus ist Griechenlands tragende Säule

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Archivfotos (© Eurokinissi) Archivfotos (© Eurokinissi)

Die Gesamteinnahmen aus dem Fremdenverkehr bestreiten fast ein Drittel (bis zu 30,9 %) des griechischen Bruttoinlandsproduktes (BIP). In Geld ausgedrückt handelt es sich um 47,4 bis 57,1 Milliarden Euro, die aus diesem Bereich in die Wirtschaft geflossen sind. Die direkten Einnahmen betrugen 21,6 Milliarden Euro (11,7 % des BIP). Dies geht aus einer aktuellen Studie des Instituts des Verbandes der griechischen Touristik-Unternehmen (INSETE) für das Jahr 2018 hervor. Damit wird diese Branche immer mehr zur tragenden Säule der griechischen Wirtschaft; 90 % der hier erwirtschafteten Einnahmen kommen aus dem Ausland. Hinzu kommen 5 Milliarden Euro, die im vorigen Jahr in den Fremdenverkehr investiert worden sind.

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2018 haben 30,1 Millionen Besucher in Griechenland ihren Urlaub verbracht (+ 10,8 %). 68 % von ihnen sind per Flugzeug in das Mittelmeerland geflogen und 29 % sind mit dem Auto gekommen. Durchschnittlich hat jeder Tourist 526,7 Euro während seines Hellas-Urlaubes ausgegeben. Vier von fünf der Urlauber (80,2 %) kommen in den Monaten zwischen April und September.

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Allein was die Hochsaison betrifft sind in der Branche 411.000 Arbeitsplätze entstanden (16,7 % der Gesamtbeschäftigung). Indirekt, so die Einschätzung von INSETE, entstanden durch den Fremdenverkehr sogar bis zu 44,2 % der Arbeitsplätze in ganz Griechenland.
Den Experten zufolge wächst das BIP durch jeden Euro, der durch touristische Aktivitäten nach Griechenland fließt um 2,2 Euro bis 2,65 Euro.
Einige Regionen sind mittlerweile fast ausschließlich auf das Fremdenverkehrswesen angewiesen. In der Südägäis etwa werden in diesem Bereich 97,1 % des BIP dieser Region erwirtschaftet. Auf den Ionischen Inseln sind es 71,2 % und auf Kreta fast die Hälfte (47,2 %). Die drei Regionen zählen zu denjenigen mit dem höchsten Prokopfeinkommen in Griechenland.

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Die Studie verweist u. a. auch darauf, dass die Einnahmen durch den Fremdenverkehr diverse Facetten haben. Dazu zählen etwa das Transport-, Gastronomie- und Hotelgewerbe sowie die Freizeitindustrie. Inbegriffen sind hier Besuche von Sehenswürdigkeiten, aber auch Einkäufe in Geschäften. Die Mitarbeiter der Studie stellen zusammenfassend fest, dass mit dem Tourismus in den Jahren seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2010 negativen Trends wie Rezession und hohe Arbeitslosigkeit entgegengesteuert werden konnte. (Griechenland Zeitung/eh)

 

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