Tourismus und Alltagsleben werden wieder angekurbelt Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand Ende Mai auf der Insel Angistri im Saronischen Golf, die sich ebenfalls auf die ersten Touristen vorbereitet. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand Ende Mai auf der Insel Angistri im Saronischen Golf, die sich ebenfalls auf die ersten Touristen vorbereitet.

Der Alltag kehrt in Griechenland langsam wieder ein. Das Motto der Behörden lautet jetzt nicht mehr „Wir bleiben Zuhause“, sondern „Wir bleiben sicher“. Aus diesem Grund veröffentlichte am Mittwoch (3.6.) das Entwicklungsministerium eine Liste mit weiteren wirtschaftlichen Aktivitäten, die schrittweise wieder aufgenommen werden.

Ab dem kommenden Samstag (6.6.) kann man auch in geschlossenen Gasträumen wieder speisen; bisher war das nur auf Freiflächen erlaubt. Auch werden die Hotelrestaurants wieder Gäste begrüßen dürfen. Freiluftbars können ab Samstag wieder selbst zubereitete Mahlzeiten und alkoholische Getränke anbieten. Ab dem 15. Juni öffnen Hotels und Herbergen, die auch sonst saisonal in Betrieb sind; zusätzlich wird der Besuch in geschlossene Museen und sogar das Training in Fitness-Zentren wieder gestattet sein.
Durch diese neuen Regelungen werden zwischen dem 6. Juni und dem 1. Juli 89.000 Angestellte wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren; 63.000 Unternehmen nehmen den Betrieb wieder auf, so die Einschätzung des Ministeriums.
Auf den griechischen Inseln werden darüber hinaus zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um für die Sicherheit der Einwohner, der Angestellten sowie der Urlauber zu sorgen. Bisher wurden auf den Eilanden 470 Betten in Krankenstationen für mögliche Corona-Fälle eingerichtet; ab Anfang Juli sollen diese auf 650 aufgestockt werden, gab Regierungssprecher Stelios Petsas bekannt.
Zugleich hat Athen die Kampagne „Restart Tourism“ begonnen. Damit will man darauf aufmerksam machen, dass Griechenland eine besonders sichere Corona-Destination ist. Das große Selbstvertrauen, das Griechenland im Umgang mit der Corona-Pandemie an den Tag legt, soll unterdessen zu einer bilateralen Verstimmung mit dem Nachbarland Italien geführt haben. So etwa berichtete die griechische Zeitung „Estia“, dass Rom die Auflistung von „29 sicheren Herkunftsländern“, wie sie die griechische Regierung Ende voriger Woche veröffentlichte, als eine Art Konkurrenz-Akt betrachte. Italien war nicht auf der Liste beinhaltet und könnte somit als eine „Corona-gefährdete Destination“ bewertet werden, gab „Estia“ die in Rom gehegte Befürchtungen wider. Sowohl Italien als auch Griechenland bewerben sich in erster Linie gemeinsam um Urlauber aus Westeuropa.
Unterdessen meinen Vertreter der Tourismusbranche, dass etwa 60 Prozent der Hotels in Griechenland dieses Jahr nicht öffnen würden. Vor allem wurde kritisiert, dass die jeweiligen Sicherheitsprotokolle viel zu spät an die jeweiligen Einrichtungen versandt worden seien. Nun habe man zu wenig Zeit, um sich auf die Touristen vorzubereiten. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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