Teilzeitarbeit in Griechenland: Viele leben am Rande der Armut

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Gewerkschafter und Wissenschaftler Savvas Rombolis im September 2013 während einer Veranstaltung in Navplio (Peloponnes) Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Gewerkschafter und Wissenschaftler Savvas Rombolis im September 2013 während einer Veranstaltung in Navplio (Peloponnes)

Mehr als die Hälfte (50,3 %) jener, die im Jahr 2016 in Griechenland einen Job fanden, sind in Teilzeitarbeit. Nicht versichert ist dabei wiederum einer von fünf Angestellten.

Insgesamt erhalten 38 % der Arbeitnehmer weniger als den gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohn. Das erklärte Savvas Rombolis, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Arbeit des Gewerkschaftsverbandes für die Privatangestellten (INE-GSEE). Mit Bezug auf Daten der Europäischen Zentralbank beziffert er die reale Arbeitslosigkeit auf 31,5 %; der griechischen Statistikbehörde zufolge liegt sie bei 21,5 %.
Den Erhebungen der GSEE zufolge erhalten 500.000 Angestellte in Griechenland weniger als 360 Euro monatlich; 126.956 werden mit weniger als 100 Euro entlohnt. Dieser Studie zufolge leben 52 % der Arbeitnehmer mit Teilzeitarbeit am Rande der Armut; 2009 sind es 30,1 % gewesen.
(Griechenland Zeitung/eh)

 

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