Die Hälfte der Griechen kann sich keinen Urlaub leisten

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Die Hälfte der griechischen Bevölkerung (51 %) ist wegen der angespannten finanziellen Lage nicht imstande, sich einen einwöchigen Urlaub außer Landes zu leisten. Griechenland gehört damit zu den Ländern in der EU, die zwar beliebte Urlaubsdestinationen sind, deren Einwohnern es jedoch an Finanzkraft fehlt, um selbst Auslandsreisen zu unternehmen.

Nur in Kroatien (51,3 %) und in Rumänien (58,9 %) ist die Anzahl jener Bürger, denen einwöchige Ferien verwehrt bleiben, noch höher. Zu diesen Ergebnissen kommt Eurostat auf Grundlage von Daten für das Jahr 2018, die in diesen Tagen veröffentlicht wurden. Auf Zypern zeigt sich mit 51 % das gleiche Bild wie in Griechenland; in Italien, das in diesem Ranking an fünfter Stelle liegt, sind immerhin noch 43,7 % der Bevölkerung von diesem Phänomen betroffen. Der EU-Durchschnitt liegt bei 28,3 %. Gut stehen mittel- bzw. nordeuropäische Staaten da: in Deutschland beträgt der Anteil 14,5 %, in Österreich 12,4 % und in Schweden gar nur 9,7 %.

Besser sieht es aus, wenn man die Tendenz der letzten Jahre seit 2013 betrachtet: Damals lag der EU-Durchschnitt noch bei 39,5 %. In Rumänien und Kroatien betrug der Wert sogar 70 %. In Griechenland hat sich in diesem Zeitraum recht wenig  verändert. 2013 erreichte in Hellas der Anteil jener, die keinen einwöchigen Urlaub machen können, 49 %; er stieg dann bis auf 53,6 % (2016) und nahm danach wieder ab. Die größten Verbesserungen innerhalb der letzten fünf Jahre konnte man in Bulgarien (Rückgang um 36 Prozentpunkte auf 30,5 %) und Polen (um 26 Prozentpunkte auf 34,6 %) verzeichnen. (GZjg)

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