Coronavirus versetzt Fremdenverkehr schweren Schlag

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

In den ersten sieben Monaten des Jahres hat Griechenland aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung des Virus erhebliche Verluste eingefahren. Das belegen nun veröffentlichte vorläufige Daten der Bank von Griechenland. Im Wirtschaftszweig Fremdenverkehr sind die Einnahmen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 86,3 Prozent gesunken.

Lagen die Erträge von Januar bis Juli 2019 noch bei 9,16 Milliarden Euro, so sind diese 2020 auf 1,25 Milliarden Euro zurückgegangen. Ankünfte ausländischer Reisender in Griechenland fielen um 80,1 Prozent, die Einnahmen aus dem Bereich Transport um 12,2 Prozent.

Wie die Zentralbank mitteilt, weist die Staatskasse für die ersten sieben Monate 2020 ein Defizit von 7,9 Milliarden Euro auf; das sind 5,2 Milliarden Euro mehr als noch im Vorjahr. Dies sei auf den Rückgang der Überschüsse bei den Dienstleistungen zurückzuführen, vor allem im Reiseverkehr, so das Geldinstitut.

Wirft man den Blick nur auf den Monat Juli, so sanken die Erträge im Fremdenverkehr in Griechenland um 84,4 Prozent – von 3,7 Milliarden Euro (2019) auf nur 577 Millionen Euro in diesem Jahr. Die Anzahl der Besucher aus dem Ausland verminderte sich um ganze 85,4 Prozent; Einnahmen aus dem Transport sanken um 26,2 Prozent. Die Staatskasse wies im Monat Juli 2019 noch ein Plus von 1,3 Milliarden Euro auf, ein Jahr später muss ein Minus von 898 Millionen Euro verzeichnet werden. (Griechenland Zeitung / em)

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