Griechenland: Premier Papandreou glaubt an Erfolg Tagesthema

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Griechenland: Premier Papandreou glaubt an Erfolg
Belgien / Brüssel. „Unsere Partner schätzen unseren Willen, etwas ändern zu wollen,  und wir müssen in dieser Richtung weitermachen. Ich denke, dass wir Erfolg haben werden.“ Das sagte Premierminister Jorgos Papandreou auf der Pressekonferenz am Donnerstag nach dem informellen EU-Gipfel in Brüssel, auf dem die EU-Partner Griechenland Unterstützung zugesagt haben, die derzeitige Finanzkrise zu bewältigen. Der EU-Vorsitzende Herman Van Rompuy betonte, dass Athen nicht um finanzielle Unterstützung gebeten hatte.
hatte. „Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität in der Eurozone. In diesem Zusammenhang werden wir die Entscheidungen der griechischen Regierung in Bezug auf nötige Vorkehrungen voll unterstützen, um sicherzustellen, dass die ehrgeizigen Ziele des Stabilitätsprogramms für das Jahr 2010 erreicht werden“, so der EU-Vorsitzende.
Hinsichtlich einer möglichen „Dreifach-Überwachung“ bei der Umsetzung des Stabilitätsprogramms durch die Europäische Kommission, die Europäische Zentralbank und den Internationalen Währungsfonds (IWF) betonte Papandreou: Die Aufsicht durch die EU sowie anderer Internationaler Organisationen sei „das Ergebnis der Politik der vergangenen Jahre sowie des damit verbundenen völligen Mangels an Glaubwürdigkeit.“ Die Transparenz bei der Umsetzung des Konsolidierungsprogramms sei die beste Antwort an jene, die daran zweifeln, „dass wir den Willen haben, das umzusetzen, was umgesetzt werden muss.“ Im Falle, dass Abweichungen von den Budgetzielen festgestellt würden, müssten weitere  Maßnahmen ergriffen werden, so Papandreou.
Hinsichtlich der Involvierung des Internationalen Währungsfonds (IWF) sagte der Premier, dass er persönlich vor zwei Monaten den IWF-Präsidenten Dominique Strauss Kahn um Unterstützung gebeten hatte. „Der IWF hat in der Vergangenheit bei ähnlichen Krisen außerhalb der Eurozone sein Fachwissen unter Beweis gestellt. Dieses Wissen ist wichtig, um uns beispielsweise bei Änderungen in der Verwaltung zu helfen“, so Papandreou. (Griechenland Zeitung, vt, Foto: Eurokinissi)

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