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Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias (Foto: l.) wird am Donnerstag und Freitag Berlin einen offiziellen Besuch abstatten. Eingeladen worden ist er von seinem deutschen Amtskollegen Joachim Gauck (Foto: r.). Hintergrund ist eine Veranstaltung zu den Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehens der „Bellevue-Stipendien", die der Robert Bosch-Stiftung zufolge den Nachwuchsführungskräften der obersten Staatsbehörden eine fachliche Weiterqualifikation ermöglichen.
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„Die Beziehungen zwischen Griechenland und die Türkei sind in eine neue Phase eingetreten“ – so in etwa erfasste die griechische Presse das fünfzig minütige Treffen zwischen dem Ministerpräsident Griechenlands und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Freitag während des NATO-Gipfeltreffens in Wales. Obwohl das Gespräch in einem „guten Klima“ stattgefunden habe, bedeute das noch lange nicht, dass sich die nachbarschaftlichen Beziehungen verbessern würden. Der gordische Knoten sei noch immer die Zypernfrage. Die Insel ist seit einer türkischen Invasion aus dem Jahr 1974 noch immer in einen türkisch- und einen griechisch-sprachigen Teil geteilt; Nordzypern ist seither von türkischen Besatzungstruppen besetzt. Die ohnehin großen Schwierigkeiten bei der Überwindung der Inselteilung haben sich eher noch vergrößert, als bekannt wurde, dass unter dem Meeresboden in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Südzyperns größere Mengen an Erdöl lagern sollen.
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Vertreter der griechischen Regierung werden sich am 2. und 3. September mit Vertretern der internationalen Geldgebertroika (Europäische Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) in Paris treffen. Das Kabinett unter Ministerpräsident Antonis Samaras beschäftigt sich in diesen Tagen intensiv mit den entsprechenden Vorbereitungen. Bereits am Mittwoch hatte sich Samaras gemeinsam mit seinem Stellvertreter, dem Sozialisten Evangelos Venizelos, und den Ministern, die Griechenland in Paris vertreten werden, getroffen.
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Dimitris Avramopoulos, Verteidigungsminister und künftig EU-Kommissar, besuchte am Freitag seinen US-amerikanischen Amtskollegen Chuck Hagel. „Wir hatten die Gelegenheit, den perfekten Stand der griechisch-amerikanischen Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung zu bestätigen“, sagte Avramopoulos nach dem Gespräch. Es war der dritte Besuch von Avramopoulos im Pentagon in seiner jetzigen Rolle. Im Mittelpunkt der Konsultationen standen die „brennenden geopolitischen Angelegenheiten unserer Region, die geostrategische Wichtigkeit Griechenlands als einer Insel der Stabilität und Sicherheit, aber auch die Rolle, die Griechenland im Rahmen des Völkerrechts übernehmen kann“, betonte Avramopolos, ohne weitere Details preiszugeben. Der Besuch fand im Vorfeld des kritischen NATO-Gipfels in zwei Wochen in Wales statt.
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Die Türkei muss 90 Millionen Euro Strafe für die Invasion seiner Truppen im Jahre 1974 auf der Insel Zypern bezahlen. Zu diesem Entscheid ist am Montag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gekommen. Es ist eines der höchsten Entschädigungsurteile, die der in Straßburg ansässige Gerichtshof jemals gefällt hat. 30 Millionen sollen an die Familien der seither vermissten Bürger gezahlt werden. Die übrigen 60 Millionen Euro sollen griechisch-zypriotische Bürger für verursachte Zerstörungen erhalten.
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