Schlechte Jobaussichten für Akademiker in Griechenland Tagesthema

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Schlechte Jobaussichten für Akademiker in Griechenland

Es ist alles andere als einfach für Hochschulabsolventen, in Griechenland eine halbwegs angemessene Arbeit zu finden. Das geht aus einer Studie der Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOVE) hervor. Demzufolge waren 17,1 % der Hochschulabsolventen im Jahr 2017 arbeitslos gewesen; in Zahlen ausgedrückt handelt es sich um mehr als 250.000 Akademiker. Im Jahr 2009, also vor dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise, waren lediglich 7 % in diesem Bereich ohne Job. Etwas besser sind die Berufsaussichten für Personen, die einen Masterabschluss oder gar einen Doktortitel haben; von ihnen sind lediglich 10 % arbeitslos.


Doch selbst diejenigen, die einen Arbeitsplatz haben, verdienen nicht viel: sechs von zehn Akademikern erhalten in Griechenland Monatslöhne zwischen 400 und 800 Euro; 16 % verdienen weniger als 400 Euro im Monat.
In der gleichen Studie ist die IOVE zu dem Schluss gekommen, dass Frauen nach wie vor weniger als ihre männlichen Kollegen für die gleiche geleistete Arbeit erhalten. – Es verwundert nicht, dass viele Akademiker unter diesen Bedingungen ins Ausland gehen. Durch diesen sogenannten Brain Drain bzw. Talenteschwund wird die Arbeitslosigkeit unter studierten Griechen zwar etwas abgefedert, allerdings mit langfristig negativen Auswirkungen für das Land. (Griechenland Zeitung / eh; Archivfoto: © Eurokinissi)

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