Zahl der Todesopfer nach Waldbrand in Attika wächst weiter Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt das Rathaus von Rafina. Vor dem Gebäude sammeln Ehrenamtliche Lebensmittel und Kleidung für die Opfer des Waldbrandes in Ostattika. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt das Rathaus von Rafina. Vor dem Gebäude sammeln Ehrenamtliche Lebensmittel und Kleidung für die Opfer des Waldbrandes in Ostattika.

Ein verheerender Waldbrand in der Nähe von Rafina im Osten Attikas ist mehr oder weniger unter Kontrolle der Feuerwehr. Im Einsatz sind jedoch nach wie vor 196 Feuerwehrmänner- und Frauen mit 96 Löschfahrzeugen. Ihre Aufgabe ist es, eine mögliche Neuentfachung zu verhindern.


Dieser Brand in der Küstenregion zwischen Rafina und Nea Makri hat offiziellen Angaben zufolge bisher 74 Menschenleben gekostet; 170 Verletzte wurden in Krankenhäuser behandelt, 10 Menschen liegen auf der Intensivstation. Es ist anzunehmen, dass die endgültige Zahl der Todesopfer noch stark steigen dürfte. Die konkrete Zahl der vermissten Personen steht noch nicht fest, sie soll im Laufe des Mittwochs bekannt gegeben werden. Die Behörden wollen bis Donnerstag in verbrannten Häusern und Wohnungen weiterhin nach möglichen Überlebenden suchen. An den Suchaktionen beteiligen sich auch ehrenamtliche Helfer sowie Angehörige der griechischen Streitkräfte. Die griechische Regierung verhängte eine dreitägige Staatstrauer; die Flaggen hängen auf Halbmast.
Der Bürgermeister von Rafina Vangelis Bournous erklärte, dass die Ortschaft Kokkino Limanaki zu 50 Prozent von den Flammen zerstört worden sei; die Ortschaft Mati, wo es die meisten Tote gegeben hat, sogar zu 98 Prozent. Er stellte fest, dass 1.500 Gebäude schwer beschädigt worden seien; viele davon seien komplett ausgebrannt.
In Kineta im Westen Attikas, wo am Mittwoch bereits zum dritten Tag in Folge ein Waldbrand lodert, sollen bis zu 200 Gebäude beschädigt oder komplett ausgebrannt sein. Dieses Feuer war ebenfalls am Montag ausgebrochen und konnte bisher noch nicht vollständig gelöscht werden. Im Einsatz sind hier 176 Feuerwehrmänner- und Frauen mit 74 Löschfahrzeugen. Sie erhalten Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern, außerdem sind vier Löschflugzeuge im Einsatz. Die Feuerfronten befinden sich in der Nähe von Agioi Theodoroi sowie Alepochori. Am Dienstagabend wurden aus vorbeugenden Gründen drei Ortschaften, drei Klöster und ein Kinder-Sommercamp in der Nähe von Kineta evakuiert. (Griechenland Zeitung / eh)



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