Wegen Gefahr für die Menschen: Gebäudeabrisse an Stränden

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Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstanden während Abrissarbeiten illegaler Gebäude an Stränden in Anavyssos im Südosten Attikas. Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstanden während Abrissarbeiten illegaler Gebäude an Stränden in Anavyssos im Südosten Attikas.

Am Montag haben die Behörden vier Gebäude einer Strandbar im Ort Anavyssos im Südosten Attikas dem Erdboden gleichgemacht. Den Auftrag dazu hat das Umweltministerium erteilt. Die betreffenden Bauten beanspruchten eine Gesamtfläche von rund 100 Quadratmetern des Strandes. Zudem wurden illegal aufgestellte Sonnenschirme entfernt.


Für die Gebäude waren drei Abrissgenehmigungen in den Jahren 1997, 2010 und 2016 ausgestellt worden. Die Aktion ist nach einem verheerenden Waldbrand im ostattischen Ort Mati am 23. Juli beschleunigt worden. In den Flammen haben mindestens 99 Personen ihr Leben verloren. Durch eine chaotische Bautätigkeit sowie illegale Gebäude und Zäune auch an Küstenabschnitten, war für viele Opfer der Weg zum rettenden Meer abgeschnitten worden; auf den Straßen, die zum Teil in Sackgassen endeten, haben sich im Ort Verkehrsstaus gebildet, während die Flammen mit großer Geschwindigkeit auf die Menschen zukamen.
Um einen ähnlich tragischen Vorfall zu vermeiden, will die Regierung nun den Abriss illegaler Bauten an Stränden beschleunigen. Auch Mauern und Zäune, die den Zugang zum Meer behindern, werden abgerissen.
Mati sowie Anavyssos sind beliebte Badestrände für die Athener. Zahlreiche Bewohner der griechischen Hauptstadt besitzen hier Ferienhäuser. In vielen Fällen handelt es sich aber auch um Erstwohnsitze.
Ebenfalls von der Abrissbirne bedroht sind viele illegale Gebäude, die in Betten von Winterflüssen errichtet worden sind. Als nächstes ist der westattische Ort Mandra mit derartigen „Säuberungsaktionen“ an der Reihe. Hier haben im vergangenen November nach starken Überschwemmungen mindestens 24 Menschen ihr Leben verloren. Zurückzuführen waren die Überflutungen auf Korrosion der Erde auf dem Berg hinter Mandra, die vor allem durch Waldbrände verursacht worden sind, sowie durch illegale Bauten, wodurch das Wasser nicht abfließen konnte. (Griechenland Zeitung / eh)

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