Erschreckende Zustände in öffentlichen Krankenhäusern

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während einer Demonstration der Krankenhausärzte. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während einer Demonstration der Krankenhausärzte.

Am Mittwoch (15.1.) werden Mitglieder des Panhellenisches Verbandes der Krankenhausangestellten (POEDIN) um 9 Uhr eine Demonstration vor dem Athener Krankenhaus „Alexandras“ durchführen.

Die Rede ist von Bedingungen, die einem Land der Dritten Welt gleichen. Es gebe weder Brandschutz, noch Notausgänge. Der Krankenhausleitung sei bereits in der Vergangenheit Misswirtschaft vorgeworfen worden; es sei jedoch nichts dagegen unternommen worden, so POEDIN. Außerdem unterstütze der Verband eine geplante Arbeitsniederlegung der Sanitäter am 23. Januar.
Vorige Woche veröffentlichte die POEDIN eine Pressemitteilung. In dieser war davon die Rede, dass sich die Öffentliche Gesundheit in Griechenland auf der „Intensivstation“ befinde. Das Land benötige unbedingt mehr Personal. Man sprach von 45.000 Neueinstellungen. Seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise hätten 25.000 Mitarbeiter ihre Arbeit im Öffentlichen Gesundheitssektor verlassen; es seien aber keine neuen Kollegen hinzugekommen, so POEDIN. Im Hipokrates-Krankenhaus in Thessaloniki etwa, wie auch im „Evangelismos“ in Athen würden 40 Prozent des benötigten Personals fehlen. Im genannten Krankenhaus in Thessaloniki müsse ein Patient bis zu acht Monate warten, um operiert zu werden; während des Bereitschaftsdienstes sei mit einer Wartezeit der Patienten von bis zu acht Stunden zu rechnen, so POEDIN.
Der Verband rechnet außerdem vor, dass die Ausgaben für die Öffentliche Gesundheit in Griechenland etwa 5 % des Bruttoinlandproduktes (BIP) ausmachen. Die Bürger hätten parallel dazu private Ausgaben in Höhe von 3,5 % des BIP im Bereich der Gesundheitsbetreuung zu bestreiten. (Griechenland Zeitung / eh)


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